15.12.2009, 15:38 Uhr
Durchgesetzt: Christine Beier (rechts) erzielte vier Treffer beim Erfolg des deutschen Teams über Angola. (Foto: imago)Mit Leidenschaft und Moral haben sich die deutschen Handball-Frauen bei der Weltmeisterschaft in China ins Spiel um Platz sieben gekämpft. Zum Abschluss der Hauptrunde bejubelte der EM-Vierte in Yangzhou einen 25:21 (12:13)- Arbeitssieg über Afrika-Meister Angola. Im Spiel um Platz sieben ist am Donnerstag in Suzhou Rumänien der Gegner.
Zwei Tage nach dem 29:26 gegen Österreich feierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) damit den zweiten Hauptrunden-Erfolg und sicherte sich den vierten Tabellenplatz. Vor 1000 Zuschauern waren Susann Müller (4/2), Sabrina Neukamp und Christine Beier (je 4) beste deutsche Torschützinnen.
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"Das war eine Nervenschlacht", befand Kapitän Nina Wörz und ergänzte, "wenn uns vor der WM jemand gesagt hätte, dass wir um Platz sieben spielen, hätten wir das dankend angenommen. Nach dem Verlauf des Turniers hätte es zwischenzeitlich etwas mehr sein können. Aber jetzt wollen wir Platz sieben und dann fahren wir zufrieden nach Hause."
Sieg im Prestige-Duell29:26 gegen Österreich
Einmal mehr hatte die deutsche Mannschaft auch gegen Angola lange Zeit mehr mit sich selbst als mit dem Gegner zu kämpfen. Durch teils haarsträubende Fang- und Abspielfehler brachten sich die DHB-Spielerinnen immer wieder aus dem Rhythmus. "Da fehlte auch ein Stück Disziplin. Darüber wird zu reden sein", kündigte der verärgerte Bundestrainer Rainer Osmann an. Er nahm das lange knappe Spiel mit Galgenhumor: "Es ist doch schön, wenn den Zuschauern so ein Krimi geboten wird, aber wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht." Sein Team verwarf fünf Siebenmeter.
Lob fand der Bundestrainer erneut vor allem für die Einstellung seiner Spielerinnen. "Diese Mannschaft hat wieder ihre kämpferische Stärke gezeigt", befand er und fügte an: "Der Sieg auf der Ziellinie war ein hartes Stück Arbeit." Erst in der letzten Viertelstunde bekam seine Mannschaft die Partie gegen den spielstarken, aber am Ende müden Afrika-Meister in den Griff. Nach dem 16:19 (44.) erkämpfte sich die deutsche Mannschaft beim 21:20 (53.) erstmals nach dem 1:0 eine Führung, musste aber bis zum 21:21 (55.) um den Sieg zittern. "Wir haben gemerkt, dass Angola müde wurde. Wir waren noch frisch und mussten die Dinger nur rein machen", sagte Linksaußen Mandy Hering.
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Wie beim Erfolg gegen Österreich zwei Tage zuvor musste die deutsche Mannschaft erneut auf Torhüterin Clara Woltering verzichten, die an einer Knieverletzung leidet. Ihre ehemalige Klubkameradin Sabine Englert aber bot als Vertreterin eine gute Vorstellung. Die Schlussfrau war schuldlos daran, dass die deutsche Mannschaft mit 1:3 (4.) und 3:6 (9.) ins Hintertreffen geriet. Fortan lief der EM-Vierte ständig einem Rückstand hinterher, den er erst kurz vor Schluss zum ersehnten Sieg wendete.
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Quelle: dpa
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