05.07.2011, 22:34 Uhr
Inka Grings kann sich freuen. (Foto: dapd)
Aus Mönchengladbach berichten Patrick Brandenburg und Steffen Engesser
Drittes Spiel, dritter Sieg, aber wieder war es eine Zitterpartie: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gewinnt mit 4:2 (2:0) gegen Frankreich und zieht als Sieger der Gruppe A ins Viertelfinale der WM 2011 ein. Nach den durchwachsenen Leistungen gegen die Außenseiter Kanada und Nigeria zeigte das Team von Bundestrainerin im Borussia-Park in Mönchengladbach gegen eines der Top-Teams des Turniers eine klare Leistungssteigerung und in der Schlussviertelstunde sogar ein regelrechtes Spektakel. Im bedeutungslosen zweiten Gruppenspiel siegte Nigeria gegen Kanada mit 1:0 (0:0). (Die besten Bilder von Deutschland gegen Frankreich)
Kerstin Garefrekes (25. Minute), Inka Grings per Doppelpack (32., 68. Foulelfmeter) und Celia Okoyino da Mbabi (89.) erzielten die Treffer für die DFB-Elf, die nun auf den Geheimfavoriten Japan trifft. Für Frankreich, das nach der Roten Karte gegen Torhüterin Berangere Sapowicz fast eine halbe Stunde in Unterzahl auskommen musste, trafen Marie-Laure Delie (56.) und Laure Georges (72.).
Die einzige Verliererin auf deutscher Seite war womöglich Birgit Prinz. Die Rekordnationalspielerin musste von der Bank aus mit ansehen, wie Mannschaft auch ohne ihre Erfahrung aus 214 Länderspielen teilweise glänzend zurechtkam. Für die formschwache Kapitänin rückte Celia Okoyino da Mbabi auf den Platz hinter der Spitze. Deren Position in der Sturmmitte nahm Inka Grings ein. Für die Gelb belastete Mittelfeld-Abräumerin Kim Kulig durfte Lena Goeßling ran, Bianca Schmidt ersetzte die an einem Magen-und-Darm-Infekt erkrankte Linda Bresonik in der Viererkette.
Und auch Lira Bajramaj stand mal wieder in der Startelf - für die angeschlagene Melanie Behringer. In ihrer alten Heimat Mönchengladbach wollte die bislang von der Bundestrainerin weitgehend verschmähte Offensiv-Spielerin unbedingt zeigen, dass sie zu gut für die Ersatzbank ist. Das gelang ihr allerdings nur ansatzweise. Bajramaj zeigte viel Einsatz, und wechselte oft die Seite mit Garefrekes im offensiven Mittelfeld. Ihre beste Szene im ersten Durchgang blieb aber ein satter Schuss aus 20 Metern, mit dem Frankreichs Torhüterin Sapowicz keine Mühe hatte. In Erinnerung blieb diese Szene aber doch, wegen der Vorarbeit: Der Pass zuvor, gespielt von Okoyino da Mbabi, war schlicht Weltklasse.
Wie überhaupt einige Aktionen der offensiven Mittelfeldspielerin, die dem Spiel immer wieder Tempo und Klasse verlieh. Das erste Ausrufezeichen setzte aber eine Abwehrspielerin: Mit einer perfekt getimeten Freistoß-Flanke aus 30 Metern legte Babett Peter klasse auf für Garefrekes, die keine Mühe hatte, ihre körperliche Überlegenheit in der Luft für das Kopfballtor zum 1:0 zu nutzen (25.). Es war ihr 43. Länderspieltreffer. Nur sieben Minuten später erhöhte Grings auf 2:0, als sie eine sehenswerte Kombination über Simone Laudehr ebenfalls per Kopf abschloss.
Mit der Führung im Rücken konnte sich die Bundestrainerin den Luxus erlauben, die ebenfalls von einer Gelbsperre bedrohte Laudehr aus der Partie zu nehmen. Für sie kam Ariane Hingst. Aber der Schuss ging nach hinten los: Die Gäste aus Frankreich wurden jetzt frecher, und fanden neun Minuten nach dem Wechsel zurück ins Spiel. Nach einer Ecke stand die kurz zuvor eingewechselte Marie-Laure Delie besser als gleich drei deutsche Abwehrspielerinnen und verkürzte auf 1:2. Der dritte Kopfballtreffer an diesem Abend.
Spätestens jetzt wurde es spektakulär auf dem Rasen des Borussia-Parks. Zunächst antwortete die DFB-Elf mit dem 3:1: Nach Grings‘ feinem Pass auf Lira Bajramaj zog Torhüterin Sapowicz der Deutschen die Beine weg. Platzverweis, Elfmeter. Grings ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und stellte in der 65. Minute zunächst den alten Abstand wieder her. Aber nur kurze Zeit später sah die deutsche Abwehr erneut schlecht aus und ließ die Französin Georges zum 3:2 einköpfen.
Im folgenden offenen Schlagabtausch hatten Delie für Frankreich (73.) sowie Grings (74.) und Peter per Lattentreffer (75.) noch weitere Großchancen. Erst in der Schlussminute sorgte Okoyino da Mbabi mit dem Treffer zum 4:2 für klare Verhältnisse und krönte so ihre herausragende Leistung. Nun hat die deutsche Nationalmannschaft drei Tage Zeit zum Durchschnaufen. Am Samstag um 20.45 Uhr geht es weiter mit der Partie gegen die Japanerinnen in Wolfsburg.
SpecialAlles zur Frauen-WM 2011
Quelle: t-online.de
mike schrieb:
am 6. Juli 2011 um 07:43:07
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frauen WM -2011
mich hat frauenfusball vor der W.M wenig intresiert jetzt kuck ich miir jedes spiel an und freue mich über jeden sieg der
deutschen frauen, super spiel gestern !!!! die brasilianische manschaft hat nur eine marta wir haben elf martas lg
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Fußballgelangweilter schrieb:
am 6. Juli 2011 um 07:41:12
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Am besten das ganze Fernsehrprogram
komplett auf Fußball-Tour de Dope-Hochzeiten ausrichten. Und das restliche ständig unterdrückte
lästige Fernsehvolk kann solange Mensch ärgere dich nicht spielen.ständig unterdrückt brachte den Willen zum Erfolg.Masselmann es ist momentan nicht leicht als Normalo Zuschauer noch zu ertragen was einem da vorgesetzt wird. Sollen doch einen reinen Fussballkanal machen
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Charly schrieb:
am 6. Juli 2011 um 07:37:58
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Nationalmannschaft
Egal ob die Damen oder Herren der Nationalmannschaft, Spieler / innen mit Migrationshintergrund, laufen mit Trikos der
Deutschen Nationalmannschaft auf, bekommen Kohle vom DFB, aber wenn die Deutsche Hymne gespielt wird, bekommen Sie die Zähne nicht auseinander. Warum auch? Wir sind ja hier Multikulti-Land ! Also: wer nicht mitsingt, sollte in Zukunft auch keine Kohle bekommen, kann für Albanien, Türkei, Polen usw dort für ein Taschengeld spielen und sollte nicht mehr aufgestellt werden!
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