22.05.2009, 20:12 Uhr
Die Duisburgerin Annike Krahn (m) jubelt nach ihrem Tor mit Sonja Fuss (l) und Anne van Bonn. (Foto: dpa)Eine rauschende Party blieb zwar aus, dennoch hat sich der FCR Duisburg gleich bei seiner ersten internationalen Teilnahme die Krone im europäischen Frauenfußball aufgesetzt. Nach dem klaren 6:0-Sieg im Hinspiel vor sechs Tagen kam das Team von Trainerin Martina Voss im Final-Rückspiel im UEFA-Pokal gegen den russischen Meister Swesda Perm nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus.
Weltmeisterin Annike Krahn (45.+2) stellte nach der überraschenden russischen Führung durch Darija Apanaschtschenko (26.) das Remis vor der neuen europäischen Rekordkulisse für Vereinsspiele von 28.112 Zuschauern in der Duisburger MSV-Arena sicher. Im Vorjahr kamen 27.640 Fans zum UEFA-Pokal-Finale zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Umea IK.
UEFA-Cup-HinspielDuisburg blamiert Perm
Hintergrund So sieht das Fußball-Wochenende ab 2009 aus
Duiburg feierte den insgesamt fünften deutschen Triumph nach den Europacup-Siegen von Frankfurt (2002, 2006, 2008) und Turbine Potsdam (2005). Am Gesamterfolg der Duisburgerinnen, die ohne die Gelb-gesperrte Nationalspielerin Linda Bresonik antraten, gab es nach dem Kantersieg in Hinspiel von Kasan von vornherein keine Zweifel. Vielleicht war das mit ein Grund, warum sich vor ungewohnt großer Kulisse ein etwas zähes Spiel entwickelte. Die Gäste aus Duisburgs Partnerstadt Perm waren sichtlich um Wiedergutmachung für ihre Katastrophen-Leistung im ersten Duell bemüht, strahlten aber erneut zunächst wenig Torgefahr aus. Auf der Gegenseite setzte Fatmire Bajramaj mit einem Distanzschuss (15.) den ersten Akzent, doch die russische Torfrau Nadeshda Baranowa lenkte den Ball zur Ecke über die Latte.
Perms Führung fiel aus heiterem Himmel mitten in der ersten FCR-Drangphase. Nach einer feinen Einzelleistung nutzte Apanaschtschenko gleich die erste Chance zum 1:0. FCR-Abwehrspielerinnen Sonja Fuss und Anne van Bonn hatten die Stürmerin nicht entschlossen genug gestört. Der Rückstand schien den Bundesliga-Dritten zu beeindrucken und erwies sich als kleiner Stimmungstöter. Der Revierklub konnte in der ersten Hälfte keinen seiner gefürchteten schnellen Angriffe mehr vortragen.
Dennoch gelang nach einem von Annemieke Kiesel getretenen Freistoß Sekunden vor der Pause noch der ersehnte Ausgleich: Den Schuss von Simone Laudehr konnte Baranowa nicht festhalten, und Abwehrchefin Krahn bugsierte den Ball entschlossen zum 1:1 über die Linie. Nach dem Wechsel verstärkte Duisburg angetrieben von den fantastischen Zuschauern seine Offensivbemühungen. Doch klare Tormöglichkeiten blieben waren selten, auch weil Toptorjägerin Inka Grings nicht ihren besten Tag erwischte. Die eingewechselte Turid Knaak scheiterte ebenso an der starken Baranowa (71.) wie kurz darauf Grings. [MSV-Arena]: Duisburg
Quelle: dpa
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