27.01.2012, 23:06 Uhr
Kommt ein Torschütze geflogen: Daniel Cousin (ganz rechts) nach seinem 2:2 für Gabun gegen Marokko. (Quelle: Reuters)
Gabun tanzt, Gabun feiert: In der achten Nachspielminute schoss Bruno Zita Mbanangoye den Mit-Gastgeber in der Hauptstadt Libreville vorzeitig ins Viertelfinale des Africa Cups. Im Stade d'Angondjé herrschte nach dem irren 3:2 (0:1) über Marokko um die Mannschaft des ehemaligen Bayern-Stürmers Gernot Rohr ein Jubel, als sei der bereits das Endspiel gewonnen worden. An der Seite der Gabuner schaffte auch Tunesien durch sein 2:1 (1:1) gegen den Niger den Sprung unter die besten Acht.
Am 31. Januar machen damit Tunesien und Gabun (beide sechs Punkte) in Franceville den Gruppensieg im direkten Duell aus.
Gabun trieb die Spannung auf den Höhepunkt. Houssine Kharja hatte die Gäste zunächst in Führung gebracht (24.). Spät drehte Gabun durch Pierre Aubameyang (77.) und den eingewechselten Daniel Cousin (80.) die Begegnung, ehe Kharja in der Nachspielzeit den Schock bereithielt: 2:2 per Handelfmeter (90.+1). Das war aber noch nicht alles in diesem unvergesslichen Hin und Her. Den 3:2-Siegtreffer markierte Mbanangoye mit einem direkt verwandelten Freistoß.
Am zweiten Spieltag der Gruppe C hatten Tunesien und der Niger den Anfang gemacht. Mit den Bundesligaprofis Sami Allagui (Mainz), Karim Haggui (Hannover) und Ammar Jemal (Köln) reichte es zu einem glücklichen Erfolg des Siegers von 2004 über den Turnier-Neuling. Tunesien tat sich vier Tage nach dem 2:1-Auftakterfolg über Erik Gerets' Marokkaner äußerst schwer.
Tunesien war durch Youssef Msakni nach einem Solo aus zehn Metern früh in Führung gegangen (4.). William Tonji Ngounou glich nur fünf Minuten später per Kopf für Niger aus. Allerdings profitierte er dabei von einer fragwürdigen Aktion seines Mitspielers Moussa Maazou, der Tunesiens Torwart Aymen Mathlouthi bei einem hohen Ball im Strafraum mit ausgefahrenem Arm irritierte, sodass Mathlouthi an dem mit Effet wegspringenden Ball vorbeisprang und Ngounou per Flugkopfball ins leere Tor köpfte.
Den Siegtreffer für die enttäuschenden Tunesier, die mit Haggui und dem Jemal begannen und Allagui in der 66. Minute einwechselten, erzielte der ebenfalls eingewechselte Issam Jemaa in der 90. Minute.
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Quelle: t-online.de , sid
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