08.06.2009, 18:05 Uhr
Thomas Haas gewinnt sein Auftaktmatch in Halle. (Foto: dpa)Angeführt von einem blendend aufgelegten Thomas Haas hat sich ein deutsches Tennis-Trio zum Auftakt der Gerry Weber Open ins Achtelfinale geschlagen. Neben Haas, der beim lockeren 6:2, 6:2 gegen den Österreicher Stefan Koubek seine aufsteigende Form von den French Open bestätigte, kamen in Halle/Westfalen auch Benjamin Becker und Rainer Schüttler weiter.
Die restlichen sechs Deutschen - darunter Vorjahresfinalist Philipp Kohlschreiber und Nicolas Kiefer - greifen erst am Dienstag ins Geschehen des mit 750.000 Euro dotierten Rasen-Turniers ein.
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"Ich bin sehr zufrieden mit diesem Match. Das war ein Auftakt nach Maß, ein Spiel, wie man es sich nur wünschen kann", sagte Haas nach einer 59-minütigen Klasse-Vorstellung gegen den Weltranglisten-190. Koubek. "Ich habe in Paris super Tennis gespielt, das gibt Selbstvertrauen und Mut", erklärte Haas. Vor einer Woche hatte sich der 31-Jährige in Roland Garros erst in fünf Sätzen dem späteren French-Open-Sieger Roger Federer geschlagen geben müssen. "Ich bin gut drauf, heiß auf Tennis und sehr froh, dass ich im Moment keine Verletzungsprobleme habe." Haas trifft nun im Achtelfinale auf den Sieger des französischen Duells zwischen dem Weltranglisten-9. Jo- Wilfried Tsonga und Fabrice Santoro.
Der an Position acht gesetzte Schüttler behauptete sich in seiner Erstrundenpartie mit 6:3, 6:4 gegen Marc Gicquel. Der Wimbledon-Halbfinalist des vergangenen Jahres nahm dabei erfolgreich Revanche für seine bittere Erstrunden-Pleite gegen den Franzosen bei den French Open. Der Weltranglisten-83. Becker setzte sich gegen den 52 Plätze vor ihm notierten Rumänen Victor Hanescu mit 6:4, 6:4 durch. "Das Ambiente bei den großen Turnieren wie hier ist natürlich anders, das gibt einem einen Extra-Schub", sagte Becker, der sich zuletzt über kleinere Challenger-Turniere zurück auf die Bühne der ATP-Veranstaltungen kämpfen musste. In der Runde der letzten 16 kommt es nun zu einem Duell zwischen Schüttler und Becker.
Das beherrschende Thema des ersten Tages in Halle war allerdings Roger Federer - kommt er, oder kommt er nicht? Denn Tags zuvor hatte der Schweizer Ausnahmespieler seinen langersehnten ersten French-Open-Titel gewonnen und bereits angedeutet, dass er sich erschöpft fühle. Am Montag dann bangten die Organisatoren der Gerry Weber Open um den topgesetzten Titelverteidiger, mit dem das Turnier-Plakat wirbt. Doch die Entscheidung über seinen Start wurde vertagt. Federers Manager Tony Godsick erklärte Turnierdirektor Ralf Weber via Telefon, der Schweizer sei "emotional erschöpft", wolle sich aber erst nach seiner Rückkehr in die Schweiz am Dienstagmorgen festlegen.
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Quelle: dpa
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