10.06.2010, 14:11 Uhr | sid, dpa
Philipp Kohlschreiber bleibt in Halle in der Erfolgsspur. (Foto: dpa)
Der Viertelfinal-Einzug war kaum abgehakt, da dachte Philipp Kohlschreiber schon an das Duell gegen den sechsmaligen Wimbledonsieger Roger Federer. "Ich werde Vollgas geben. Vielleicht wackelt er ja", sagte der 26-Jährige nach seinem 6:4, 7:5 gegen Marco Chiudinelli (Schweiz) beim Rasenturnier in Halle/Westfalen. Kohlschreiber ist nach Mischa Zverev, Philipp Petzschner und Andreas Beck der vierte Deutsche, der in die Runde der letzten Acht bei den Gerry Weber Open einziehen konnte.
Für Kohlschreiber ist das westfälische Halle in den vergangenen Jahren ein Ort des Erfolges gewesen. 2007 und 2009 stand er im Halbfinale und 2008 unterlag er erst im Endspiel dem Schweizer Topstar Federer. "Im Viertelfinale gegen den Besten zu spielen, wird nicht leicht, aber da muss ich durch", sagte Kohlschreiber, der mit seinem nächsten Kontrahenten in Halle schon einmal gemeinsam trainierte. "Gegen Roger muss man von der ersten Sekunde an Druck machen", so der Deutsche zu seiner Strategie, "doch das ist leichter gesagt als getan."
Gegen Federers besten Freund und Landsmann Chiudinelli lief es zwar nicht total rund in der Achtelfinal-Begegnung, doch nach 1:26 Stunden konnte Kohlschreiber das Duell mit Erfolg beenden. Der Deutsche führte im ersten Satz nach 20 Minuten schon 4:1, machte danach eine Reihe von Fehlern und musste sich noch mal sammeln, um das 6:4 zu schaffen. Im zweiten Durchgang drehte Chiudinelli auf, hielt bis zum 5:5 mit, bis Kohlschreiber sich mit 7:5 durchsetzte. "Es war eine solide Partie und nur wenige Schwächen bei mir", resümierte der deutsche Davis-Cup-Spieler.
Unterdessen schaffte Zverev die bislang größte Überraschung bei den Gerry Weber Open. Der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gekommene Hamburger bezwang den österreichischen Shooting-Star und French-Open-Halbfinalisten Jürgen Melzer nach einem dramatischen Spiel 3:6, 7:6 (7:2), 7:6 (7:3).
Auch Rainer Schüttler steht in der Runde der letzten Acht. Der Korbacher erreichte kampflos das Viertelfinale des ATP-Turniers in Queens. Er profitierte dabei von der verletzungsbedingten Absage seines Gegners Richard Gasquet. Kurz vor Beginn der Achtelfinal-Partie hatte der an Nummer elf gesetzte Franzose wegen Rückenbeschwerden auf einen Einsatz verzichtet. Im Viertelfinale des Rasenturniers trifft der 34-jährige Schüttler entweder auf den an vier gesetzten Andy Roddick (USA) oder die Nummer 14 der Setzliste Dudi Sela aus Israel.
Quelle: dpa , sid
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