18.05.2011, 17:33 Uhr
Erfolgreiche Attacke: John Gadret tritt im richtigen Moment an. (Foto: imago)
Das war Maßarbeit: Der Franzose John Gadret hat sich mit einer Attacke auf den letzten Metern den Tagessieg auf der elften Etappe des 94. Giro d'Italia gesichert. Der 32 Jahre alte Radprofi vom Team AG2R setzte sich nach 142 Kilometer von Tortoreto Lido nach Castelfidardo vor dem Spanier Joaquin Rodriguez durch und holte damit den ersten Tagessieg eines Franzosen bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt.
Die Favoriten um den in der Gesamtwertung weiter führenden Spanier Alberto Contador (Saxo-Bank) wurden zeitgleich mit dem Tagessieger gewertet. Sebastian Lang (Omega Pharma Lotto) erreichte als bester Deutscher mit 1:49 Minuten Rückstand auf Rang 64 das Ziel.
Auf der Fahrt durch hügeliges Terrain und über vier kleinen Bergwertungen suchten zunächst mehrere Fahrer vergeblich ihr Heil in der Flucht. Erst nach 64 Kilometern formierte sich eine elfköpfige Spitzengruppe um den bis dahin Gesamtdritten Christophe Le Mevel (Garmin). Der Vorsprung der Ausreißer betrug konstant zwei Minuten. Rund 25 km vor dem Ziel setzte sich der Spanier Daniel Moreno (Katuscha) aus der Führungsgruppe ab, einige Kilometer später schloss der Litauer Ignatas Konovalovas (Movistar) zu ihm auf.
Das Duo lag bis zur Zielgerade an der Spitze, ehe zunächst Konovalovas und schlussendlich auch Moreno wenige hundert Meter vor der Ziellinie Opfer der späten Attacke von Gadret wurden.
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Unterdessen wurde der beim Giro tödlich verunglückte Wouter Weylandt in seiner belgischen Heimatstadt Gent beigesetzt worden. Die Zeremonie fand in der kleinen Kirche Saint-Pierre statt. Weylandts Kollegen vom Team Leopard trugen den weißen Sarg in den Chorraum, der mit vier großen Fotos des Verstorbenen geschmückt war. Aus der Radsportszene waren unter anderem Ex-Weltmeister Tom Boonen, Weylandts guter Freund Tyler Farrar, seine Teamkameraden Fabian Cancellara und Frank Schleck sowie der fünfmalige Tour-de-France-Sieger Eddy Merckx unter den Gästen.
Insgesamt erwiesen Hunderte von Trauernden Weylandt in und vor der Kirche die letzte Ehre. Der Belgier hatte am Montag auf der dritten Etappe des Giro auf der Abfahrt vom Bocco-Pass bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Rad verloren und war mit dem Kopf auf dem Asphalt aufgeschlagen. Weylandt erlag noch an der Unfallstelle einem Schädelbasisbruch und schweren Gesichtsverletzungen.
Quelle: sid , dpa
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