06.01.2012, 19:21 Uhr
Einen Tag vor seinem 22. Geburtstag hat sich Gregor Schlierenzauer mit seinem ersten Gesamt-Sieg bei der Vierschanzentournee selbst beschenkt. Beim finalen Springen in Bischofshofen sorgte der Abbruch des zweiten Durchgangs nach zehn Springern für die vorzeitige Krönung des Siegers von Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Schlierenzauer hatte den ersten Durchgang als Dritter beendet. Bester Deutscher der Tournee wurde Severin Freund als Siebter.
Der Tagessieg ging an Vorjahressieger Thomas Morgenstern aus Österreich, der damit vor seinem Landsmann Andreas Kofler noch Gesamt-Zweiter wurde. Kofler hatte nach seinen zweiten Plätzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen hinter Schlierenzauer in Innsbruck den Spieß umgedreht und triumphiert. In Bischofshofen verpatzte der Führende im Gesamtweltcup mit 122 Metern und Platz 27 den ersten Durchgang. "Ich habe alles riskiert und alles verloren", sagte Kofler. Er führte mit der Tagesbestweite von 140 Metern im zweiten, als heftiger Schneefall die Organisatoren zum Abbruch zwang.
Dieser Entscheidung ging eine beinahe einstündige Unterbrechung voraus. Freund - als 30. des ersten Durchgangs noch gerade in den zweiten gelangt - lag zu diesem Zeitpunkt mit 133 Metern auf Platz fünf. "Ich hatte eine gute erste Tournee-Hälfte, danach lief es leider nicht mehr so gut. Ich will daraus lernen und es künftig besser machen", sagte Freund. Neben ihm und Freitag schafften es in Bischofshofen auch Maximilian Mechler (14.) und Michael Neumayer (17.) in die Punkte. Andreas Wank (31.) und Stephan Hocke (44.) gingen dagegen leer aus.
Auch im dritten Jahr in Folge fuhr das deutsche Team somit ohne Podestplatz nach Hause. Der letzte gelang Michael Neumayer 2007/08 als Gesamt-Drittem. Einziger Trost waren sieben Top-Ten-Plätze, an der Spitze Freunds vierter Rang zum Auftakt in Oberstdorf.
Die DSV-Adler waren nur Zuschauer einer rot-weiß-roten Party. Ihr Mittelpunkt hieß Schlierenzauer. Der Weltmeister sicherte den vierten Tournee-Gesamtsieg eines Österreichers in Folge - Rekord. "Mir fehlen die Worte. Es ist unbeschreiblich", sagte der nach dem Bad in der Menge mit Tränen in den Augen: "Ich habe lange dafür gekämpft, jetzt ist mein großer Traum in Erfüllung gegangen. Ich muss mich bei allen bedanken, dass sie es mit mir aushalten."
Neben der Anlaufspur galt die größte Sorge Lukas Hlava. Vor Bischofshofen Gesamt-Zehnter der Tournee-Wertung, zog sich der Tscheche bei einem Sturz im ersten Durchgang einer ersten Diagnose zufolge einen offenen Nasenbeinbruch zu. Hlava hatte nach der Landung die Kontrolle über seinen linken Ski verloren und war kopfüber und mit voller Wucht in den Schnee geknallt. Der 27-Jährige wurde auf einem Schlitten aus dem Stadion gebracht. Nach dem Norweger Tom Hilde, der sich im zweiten Durchgang in Oberstdorf einen Brustwirbel gebrochen hatte, war Hlava das zweite Sturzopfer der Tournee.
Quelle: t-online.de , sid
Flo schrieb:
am 6. Januar 2012 um 20:41:54
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Vierschanzentournee
Glückwunsch an Schlierenzauer und Gute Besserung an Lukas Hlava
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eugenio schrieb:
am 6. Januar 2012 um 19:51:43
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Schlierenzauer
so jung und schon so erfolgreich. Dieser Bursche aus Fulpmes wird noch etliche Erfolge einfahren u vielleicht der 2. 4
Schanzengewinner nach Hannawald sein.
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