16.12.2011, 22:17 Uhr
Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic bestreiten die gegen sie erhobenen Bestechungsvorwürfe. (Quelle: imago)
Am 14. Verhandlungstag des Kieler Handballprozesses ist der Angeklagte Uwe Schwenker schwer belastet worden. Die Staatsanwaltschaft präsentierte am Freitag ein Faxe des THW Kiel vom 28. Februar 2003, das an den mutmaßlichen Mittelsmann Nenad Volarevic gerichtet war. Darin übermittelte der THW dem Kroaten die Kontaktdaten der Schiedsrichter für die bevorstehenden Champions-League-Viertelfinalspiele der Kieler gegen den slowenischen Vertreter Prule 67 Ljubljana.
Gezeichnet wurde das Schreiben von Schwenker, dem ehemaligen Manager des THW. Erstellt hatte das Fax die heutige Geschäftsführerin des Vereins, Sabine Holdorf-Schust, wie sie der 5. Großen Strafkammer des Kieler Landgerichts bestätigte. An den Hintergrund des Schreibens konnte sich Holdorf-Schust nicht mehr erinnern. "Darauf kann ich Ihnen keine Antwort geben", sagte sie. Unklar ist, ob das Fax tatsächlich an Volarevic abgeschickt worden ist.
Laut Anklage soll Volarevic die Schiedsrichter des Champions- League-Finales 2007, das der THW gegen die SG Flensburg-Handewitt gewann, im Auftrag der Angeklagten Schwenker und Ex-THW-Trainer Zvonimir Serdarusic mit 92 000 Euro bestochen haben. Beide Angeklagten bestreiten die Manipulationsvorwürfe. Sollte das Fax von 2003 tatsächlich ein Bestechungsauftrag gewesen sein, dann wäre er fehlgeschlagen. Denn nach dem 33:33 in Ljubljana verlor der THW das Rückspiel in Kiel mit 26:28. Referees in Kiel waren die Ungarn Kekes/Kekes. Bislang hatte die Verteidigung stets erklärt, Volarevic habe ausschließlich als Scout für den THW auf dem Balkan agiert. Zeugin Holdorf-Schust erklärte, eine Scout-Tätigkeit Volarevics sei ihr als Geschäftsstellenleiterin bis 2009 nicht bekannt gewesen.
Zunächst war die Justiziarin der Europäischen Handball-Föderation (EHF), Monika Flixeder, vom Gericht vernommen worden. Bei der Befragung monierte das Gericht mangelnde Aufklärungsbereitschaft bei der EHF, da diese Antworten auf verschiedene Fragen des Gerichts erst spät übermittelt habe. «Da fragt man sich, warum so spät? Da stutzt man ein bisschen», sagte der Vorsitzende Richter Matthias Wardeck. Flixeder antwortete darauf, es mache große Mühe, derlei Informationen zu beschaffen. Unterlagen zum Finale von 2000 zwischen dem THW Kiel und dem FC Barcelona, welche das Gericht angefordert hatte, konnte Flixeder nicht beibringen. Diese Unterlagen seien vernichtet worden, erklärte sie.
Quelle: dpa
Handballfan schrieb:
am 16. Dezember 2011 um 22:30:51
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THW
Schade,dass sich die Verantwortlichen des THW so erniedrigen und sich mit Bestechung befassen. Kiel hat eine super Manschaft und hat es
nicht nötig solche Wege zu gehen. Allerdings wenn Omeyer geht und Heinevetter kommt sehe ich schwarz für sie.Heinevetter ist gut als Zirkusclown , aber im Tor läßt er zu wünschen übrig.
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