21.04.2009, 21:58 Uhr
Erzrivale SG Flensburg-Handewitt hat den THW Kiel vorzeitig zum 15. Meistertitel in der Handball-Bundesliga geworfen. Durch das 32:28 (15:14) der SG gegen den Zweiten HSV Hamburg sind die Kieler mit 55:3 Punkten bei fünf ausstehenden Spielen an der Tabellenspitze vom letzten Verfolger HSV (43:15) nicht mehr einzuholen.
Der THW feiert damit als erste Mannschaft überhaupt den fünften Titel nacheinander.
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Zugleich war es die erste Meisterschaft unter dem neuen Trainer Alfred Gislason. Außerdem war keiner Mannschaft der Triumph seit Einführung der 18er-Liga 1999/2000 früher gelungen. Und bereits am Mittwochabend soll die Rekord-Meisterschaft bei einer kleinen Zeremonie vor dem Spiel des THW gegen die HSG Wetzlar mit 10.250 Fans im Kieler Handball-Tempel gefeiert werden. Ihren ersten Matchball zum Gewinn des Titels hatten die Norddeutschen am vergangenen Sonntag bei der ersten Saisonniederlage beim TBV Lemgo (27:34) noch vergeben.
Manipulationsaffäre Nielsen belastet THW Kiel schwer
Bei der offiziellen Ehrung und Übergabe der Schale an THW-Kapitän Stefan Lövgren werden dann auch die Meistermacher aus Flensburg dabei sein: Sie sind am letzten Spieltag am 6. Juni zu Gast in Kiel. Dort könnten die Zebras nun in diesem Jahr ihr zweites Triple nach 2007 feiern. Denn auch in DHB-Pokal und Champions League stehen sie im Halbfinale. Besonders pikant war die freilich nicht wirklich benötigte Schützenhilfe aus Flensburg zudem, da die SG erst am Wochenende angekündigt hatte, eine Schadenersatzklage gegen den THW vorzubereiten. Es geht um die Siegprämie für das Champions-Legaue-Finale 2007, das die Flensburger gegen den THW verloren hatten. Kiel steht unter Verdacht, unter anderem in diesem Spiel Schiedsrichter bestochen zu haben.
Vor 6300 Zuschauern in der ausverkauften Campushalle nahmen Flensburger gegen Hamburg erfolgreich Revanche für das bittere Aus im Viertelfinale der Champions League. Vor drei Wochen fehlte in der Endabrechnung nur ein Tor. In einem spannenden Spiel erwischten die Gastgeber den besseren Start und führten zwischenzeitlich mit fünf Toren, ehe der HSV zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder ausglich. Angeführt vom überragenden Torhüter Dan Beutler setzten sich die Flensburger allerdings in der Endphase wieder ab und brachten den Sieg über die Zeit.
Mit 38:20 Punkten blieben die Flensburger auf dem sechsten Platz und müssen weiter um die Europacup-Teilnahme kämpfen. Die Kieler steuern indessen weiter der Bundesliga-Rekordbilanz in der 18er-Liga von 62:6 Punkten entgegen. Der THW selbst in den Jahren 2005 und 2006 sowie der TBV Lemgo 2003 waren mit dieser Punkteausbeute bislang die besten Meister.
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Quelle: sid
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