04.09.2011, 19:41 Uhr
Kiels Kim Andersson bejubelt einen Treffer gegen Flensburg. (Quelle: dpa)
Der THW Kiel ist mit einer Galavorstellung in die neue Saison der Handball-Bundesliga gestartet. Der Rekordmeister feierte gegen die chancenlose SG Flensburg-Handewitt einen 35:21 (16:7)-Derbysieg und bestätigte nach dem Supercup-Erfolg gegen den HSV Hamburg seine gute Frühform. Angeführt vom schwedischen Rückraumstar Kim Andersson und Torhüter Thierry Omeyer dominierten die Gastgeber die Partie vor 10.250 Zuschauern über weite Strecken fast nach Belieben.
Schon nach neun Minuten hatte sich der THW mit vier Toren abgesetzt und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Mit variantenreichem Offensivspiel, einer konzentrierten Vorstellung in der Abwehr und einem überragendem Omeyer trieben die Kieler die Gäste beinahe zur Verzweiflung.
Von den hochkarätigen SG-Zugängen war kaum etwas zu sehen. Lars Kaufmann blieb vor dem Seitenwechsel ohne Torerfolg, Holger Glandorf zeigte sich ebenso bemüht wie wirkungslos. Auch Schlussmann Mattias Andersson, von 2001 bis 2008 für den THW aktiv, konnte die Vorführung nicht verhindern.
Ohne den verletzten Spielmacher Viktor Szilagyi mangelte es der SG an Ideen und Durchschlagskraft. Ganz anders die Kieler, die vor der Saison auf die Verpflichtung neuer Spieler verzichtet hatten und stattdessen auf die Rückkehr ihrer zuletzt langzeitverletzten Stars Andersson und Daniel Narcisse setzen. Vor allem der Schwede, der bereits beim Supercup gegen den HSV zum Matchwinner avanciert war, glänzte mit zahlreichen guten Aktionen und brachte es am Ende auf elf Treffer. Bester Flensburger Schütze war Lasse Svan Hansen mit sechs Toren.
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Im zweiten Sonntagspiel kassierte Aufsteiger TV Hüttenberg eine klare Niederlage. Der Rückkehrer musste sich bei MT Melsungen mit 21:28 (11:16) geschlagen geben. Savas Karipidis war bei Melsungen mit neun Toren sicherster Schütze.
Die Rhein-Neckar Löwen haben derweil die Qualifikation zur Champions League verpasst. Der letztjährige Vierte der Handball-Bundesliga unterlag beim Wildcard-Turnier im polnischen Kielce in einer hochdramatischen Partie gegen Gastgeber KS Vive Targi Kielce mit 30:32 (11:13, 27:27) nach Verlängerung und muss nun im deutlich weniger attraktiven und lukrativen EHF-Cup antreten. Die Bundesliga wird in der Königsklasse in dieser Saison somit nur von drei deutschen Mannschaften vertreten: dem Meister HSV Hamburg, Vizemeister THW Kiel und dem Dritten Füchse Berlin.
Quelle: sid , dapd
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