24.05.2009, 20:47 Uhr
Kiels Filip Jicha beim Torwurf gegen Real Ciudad. (Foto: ddp)Der THW Kiel ist auf dem Weg zum zweiten Triple seiner Geschichte. Der deutsche Handball-Meister und DHB-Pokalsieger setzte sich im Hinspiel des Champions-League-Finales mit 39:34 (18:12) gegen den spanischen Titelträger und Cup-Verteidiger BM Ciudad Real durch und reist am Pfingstwochenende mit einem beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung nach Spanien.
Das Rückspiel in der 70.000-Einwohner-Stadt 200 Kilometer südlich von Madrid wird am Sonntag um 18.00 Uhr angepfiffen. Die Kieler wollen wie 2007 das Triple von Meisterschaft, DHB-Pokal und Champions League perfekt machen. Bislang steht für den THW ein Triumph in der Königsklasse (2007) zu Buche, Ciudad Real bringt es auf zwei Titel (2006, 2008).
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Das Spiel der Giganten, wie die Begegnung der zurzeit weltbesten Teams gerühmt wird, stand nicht auf höchstem spielerischen Niveau. Die Abwehrreihen beider Teams drückten der Partie ihren Stempel auf: Es wurde mehr Handball gekämpft, denn gespielt. Die Spanier versuchten, Kiels Welthandballer Nikola Karabatic durch Manndeckung auszuschalten und fielen durch zahlreiche Fouls im Angriff auf. Vor allem Siarhei Rutenka rammte seinen Bewachern mehrmals den Ellenbogen in Körper und Gesicht und hatte Glück, dass die dänischen Unparteiischen seine Attacken lediglich mit einer Zwei-Minuten-Strafe ahndeten.
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In der Neuauflage des Vorjahres-Finales, das die Spanier zu ihren Gunsten entschieden hatten, präsentierten sich die Gastgeber vor 10.250 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena hochkonzentriert. Nach den seit nahezu vier Monaten andauernden Manipulationsvorwürfen gegen die Kieler, die sich auch auf das bislang einzige siegreiche Champions-League-Finale 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt erstrecken, wollten die Gastgeber schon im Heimspiel gegen den Cup-Verteidiger ein Fanal setzen. Zwischenzeitlich führte der THW bereits mit sechs Toren, musste aber immer wieder Durststrecken überstehen, in denen der vierfache spanische Meister einmal gar ausgleichen konnte (8:8/18. Minute).
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Die bis auf den verletzten Torhüter Andreas Palicka in Bestbesetzung angetretenen Kieler mühten sich in der zweiten Halbzeit weiter gegen die geradezu giftigen Gäste, die im der Hauptrunde des diesjährigen Champions-League-Durchgangs noch mit 26:33 in Kiel verloren hatten. Als Markus Ahlm wegen der dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde, hatte der THW in der Abwehr einige Probleme. Erneut schmolz eine Vier-Tore-Führung (25:21/40.) binnen zwei Minuten auf 25:24 (42.). Bester Schütze für THW waren Filip Jicha und an seinem 25. Geburtstag Vid Kavticnik mit je neun Toren. "Das war heute ein Super-Geburtstagsgeschenk", sagte Kavticnik, "ich hoffe, der Vorsprung reicht".
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Für THW-Trainer Alfred Gislason, der bereits einmal mit dem SC Magdeburg (2002) die Champions League gewonnen hat, zählt die Höhe des Hinspiel-Erfolgs nicht. "Ein Vorsprung bedeutet relativ wenig. Die Entscheidung fällt erst im Rückspiel", sagte der Isländer.
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Quelle: dpa
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