26.01.2012, 09:39 Uhr
Die DHB-Auswahl vergibt auch den zweiten Matchball.
Zuerst platzte durch das 32:33 (17:18) gegen Polen der Traum der deutschen Handballer vom EM-Halbfinale, Stunden später auch der von Olympia. Da sich in der anderen Gruppe Kroatien und Ungarn 24:24 (12:13) trennten, kann die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger einen Startplatz bei einem der Qualifikationsturniere für London nicht mehr erreichen. Stattdessen bleiben neben Serbien auch Mazedonien und Slowenien im Rennen. Es ist das erste Mal, dass Deutschland bei Olympia zuschauen muss.
"Das haben die Jungs nicht verdient. Für diesem Kampf hätten wir mindestens mit einem Punkt belohnt werden müssen", sagte Heuberger nach der Niederlage gegen Polen. Kurz vor Schluss musste Michael Haaß mit einer schweren Verletzung raus. Die bittere Diagnose: Bruch des Sprunggelenks.
Beste deutsche Werfer bei der dritten Niederlage im sechsten Turnierspiel waren die Kieler Dominik Klein und Christian Sprenger mit jeweils sieben Toren. Heuberger konnte vor 2000 Zuschauern in der Belgrad-Arena personell aus dem Vollen schöpfen. Kapitän Pascal Hens stand nach überstandener Achillessehnenreizung ebenso zur Verfügung wie der Flensburger Holger Glandorf nach seiner Wadenprellung. Zudem hatte der Bundestrainer Spielmacher Martin Strobel nachnominiert.
In der Neuauflage des WM-Endspiels von 2007 agierten die Polen mit einer offensiven 5:1-Deckung und nahmen so Glandorf aus dem Spiel. Die DHB-Auswahl tat sich im Positionsangriff schwer und offenbarte zudem Lücken in der Abwehr. Nach dem ersten Drei-Tore-Rückstand (7:10/15. Minute) nahm Heuberger eine Auszeit und forderte von seiner Mannschaft "mehr Grundaggressivität in der Abwehr".
Die Forderung blieb zunächst ohne Wirkung. Nach dem 9:12 (18.) reagierte der Coach und brachte im Tor Carsten Lichtlein für Silvio Heinevetter. Der bisher überragende Berliner hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur zwei Bälle gehalten.
Nach dem 10:14 (21.) kam Deutschland aber besser ins Spiel. Linksaußen Klein, der zunächst den Vorzug gegenüber Uwe Gensheimer erhalten hatte, eroberte in der Abwehr einige Bälle und brachte seine Mannschaft mit vier Treffern bis zur Halbzeit wieder bis auf ein Tor heran.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs behielten die Polen ihre offensive Deckung bei, das deutsche Team strahlte aus dem Rückraum nur wenig Torgefahr aus. Das Spiel über den Kreis und die Außen funktionierte aber weiterhin gut, so blieb die DHB-Auswahl trotz einiger Konzentrationsprobleme in der Abwehr und leichten Ballverlusten im Angriff zunächst in Schlagdistanz.
Mitte der zweiten Halbzeit häuften sich die Fehler, die Polen blieben eiskalt und hatten die besseren Nerven. In der 45. Minute setzte sich die Mannschaft von Trainer Bogdan Wenta auf vier Tore (28:24) ab. Das deutsche Team kämpfte aber verbissen um den Anschluss und kam durch Haaß zum Ausgleich (29:29/54.). Kapitän Hens sorgte in der 56. Minute für die erste deutsche Führung, die Sprenger in doppelter Unterzahl sogar ausbaute.
Doch nach einigen Zeitstrafen und der Roten Karte gegen Klein (58.) zogen die Polen in einer spannenden Schlussphase wieder vorbei und der deutsche Traum vom Halbfinale war geplatzt. "Wir haben 60 Minuten in Unterzahl gespielt, weil wir eben härter spielen", echauffierte sich Abwehrchef Oliver Roggisch und fügte hinzu: "Wir haben zwei Matchbälle gehabt und die Riesenchance selbst weggeschmissen."
Quelle: sid , t-online.de , dpa
HandballFreund schrieb:
am 25. Januar 2012 um 21:01:55
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Schmerzlicher Neuaufbau ist dringend notwendi,daher hoffentlich hilfreiche Niederlageg
Niederlage war für mich nach 40 Min.+unter
Berücksichtigung der zurückl. Spiele klar.Leute wie Glandorf, Henns,Klein,Haas usw. haben ihren Höhepunkt gehabt. Warum zu EM? Mehr Junge brauchen wir (siehe Slo). Aber diese haben in der BL gegen die Ausländer immernoch keine Chance zur Profilierung. Jetzt sollten wir neu aufbauen mit Blick in die Zukunft + die liegt für den dtsch. Handball nicht in London. Der Sport ist nur bei intern. Erfolgen für die Medien interessant, so ist diese Welt = wir
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Steini schrieb:
am 25. Januar 2012 um 20:54:27
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Handball
Wie kann man spanische Schiedsrichter einsetzen, wenn der Gewinner der Partie im Halbfinale auf Spanien treffen könnte.
Die Anzahl
der 2 Min.-Srafen gegen Deutschland war deutlich.
Erinnern wir uns noch an die 9 gelben Karten gegen D bei der WM 2010, als auch ein Spanier Pfiff, der wissen konnte, dass das Halbfinale D-Spanien heißen könnte? Ich bin wirklich ein Freun Spaniens, aber solche Ansetzungen sind sehr fragwürdig,
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Ex Spieler schrieb:
am 25. Januar 2012 um 20:53:47
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verdient verloren
Freiwurf von 20:36:55 hat Recht. Man hätte locker mit 10 Toren vorn sein können, dann hätte niemand über die
"käuflichen" Schiris meckern brauchen. Wenn ich jemals im Leben die Chance gehabt hätte ein EM-Halbfinale zu spielen, hätte ich mich in so einem Spiel zerrissen. Aber, wir waren eine andere Generation.
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