21.09.2010, 13:11 Uhr | dpa
Die Hannover Scorpions boykottieren das Training. (Foto: imago)
Verspätetes Gehalt, Trainingsboykott und deftige Niederlagen: Der deutsche Eishockeymeister Hannover Scorpions kommt nicht zur Ruhe. Erst stand der Spielbetrieb lange auf der Kippe, dann rief Geschäftsführer Marco Stichnoth einen drastischen Sparkurs mit einhergehendem sportlichen Wertverlust aus und nun sorgt ein Boykott der Profis wegen ausstehender Gehälter und Prämien für Wirbel.
Stichnoth bestätigte Medienberichte, wonach die Spieler bereits in der vergangenen Woche kurzzeitig die Arbeit beim Training verweigert hatten. "Der Trainer rief mich an und sprach von Chaos", sagte Stichnoth. Von einem "Streik" wollte er aber nichts wissen. "Das halte ich für gefährlich. Wenn Spieler streiken, müsste ich sie theoretisch abmahnen." Offiziell hatte der Klub die Trainingspause vor Wochenfrist mit technischen Problemen in der Halle begründet.
Die Cracks, die vor Jahresfrist erst mit einem Gehaltsverzicht den Fortbestand der Scorpions und damit den Grundstein zum Meistertitel gelegt hatten, verärgerten den Manager nun mit ihrem Vorgehen: "Ich bin erschrocken und enttäuscht. Wir bleiben auch ruhig, wenn es sportlich nicht läuft." Stichnoth beteuerte, das Thema erledigt zu haben. Das Gehalt sei inzwischen überwiesen.
Allerdings stießen ihm Aussagen des derzeit verletzten Kapitäns Tino Boos übel auf. In der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstag) hatte Boos einen Zusammenhang zwischen den Querelen und den seitdem erlittenen heftigen Pleiten von 2:7 in Ingolstadt und 3:5 gegen Hamburg hergestellt. In der "Neuen Presse" hatte der Kapitän nachgelegt und erklärt, das Gehalt bislang "nicht immer pünktlich" erhalten zu haben. "Das ist eine bodenlose Frechheit, da muss ich mit ihm noch reden", wetterte Stichnoth.
Nach Medienangaben soll es sich im wesentlichen um Prämien in Höhe von 60.000 Euro gehandelt haben. Im kommenden Monat würden alle Gelder rechtzeitig überwiesen, versicherte Stichnoth. Die Verzögerung liege an einer Umstellung in der Buchhaltung und Nachfragen von Mäzen Günther Papenburg. "Der Gesellschafter hatte Fragen dazu. Dadurch hat sich eine normale Verschiebung ergeben.
Im Sommer war der Spielbetrieb wegen eines Streits um die Spielstätte TUI-Arena lange fraglich gewesen. Damals hatte Gesellschafter Papenburg mit Lizenzrückgabe gedroht. Nach den bangen Monaten im Sommer versuchen die Scorpions, unabhängig von Papenburg zu werden.
Quelle: dpa
Michael schrieb:
am 21. September 2010 um 20:05:53
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TrainingsBoykott
Tja das ist Stichnoth...........schön dazu beigetragen das die Huskies untergehen aber selbst den Kopf gerade noch über
Wasser gehalten. Die Flasche steht schon kalt die wir beim Untergang köpfen...............
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Shorty schrieb:
am 21. September 2010 um 17:14:10
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Kassel
Ganz Kassel kann so langsam anfangen laut zu lachen über den Haufen DEL mit Tripke und CO!!!!!
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Berndel schrieb:
am 21. September 2010 um 15:44:40
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DEL
aktuell ohne Frankfurt und Kassel, bald ohne Hannover, Köln und Krefeld. Besser oder Tripke & Co, dafür mit Riessersee, Landshut und Füssen !
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