28.11.2010, 18:58 Uhr | dpa, sid
Trotz zweier Treffer von Matt Dzieduszycki gehen die Hannover Scorpions als Verlierer vom Eis. (Foto: imago)
Meister Hannover stolpert in Hamburg, Köln schöpft wieder Hoffnung: Die Scorpions verpassten die große Möglichkeit, sich mit einem Sechs-Punkte-Wochenende von der Konkurrenz in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) abzusetzen.
Die Niedersachsen verloren in Hamburg nach Verlängerung mit 2:3 (0:1, 1:0, 1:1), nachdem sie sich zwei Tage zuvor mit 2:1 gegen die Berliner Eisbären durchgesetzt hatten. Dabei waren sie auch in Hamburg bereits deutlich auf der Siegerstraße, nachdem der Kanadier Matt Dzieduszycki mit seinen beiden Treffern einen 0:1-Rückstand durch Patrick Traverse in eine Führung umgewandelt hatte. Mit seinen Saisontoren zehn und elf schlug Dzieduszycki erneut zu, nachdem er schon gegen die Berliner getroffen hatte.
Danach versäumte es sein Team aber, den Sack zuzumachen. Hamburg steckte nie auf und kam in der Schlussminute mit sechs Feld-Spielern zum glücklichen Ausgleich durch Jerome Flaake. In der Verlängerung stellte Michel Ouellet nach 1:29 Minuten mit seinem entscheidenden Tor den Spielverlauf auf den Kopf.
Die bisher zweitplatzierten Nürnberg Ice Tigers (39 Punkte) konnte die Schwäche der Scorpions nicht nutzen und rutschten nach der deftigen 0:5-Packung bei den DEG Metro Stars in der Tabelle ab. Für den neuen Tabellen-Dritten aus Düsseldorf (40 Punkte) besorgten Patrick Reimer (25.), Adam Courchaine (33.) und Evan Kaufman mit einem Hattrick im Schlussdrittel (45./48./56.) den vierten Heimsieg hintereinander.
Härtester Verfolger des Titelverteidigers Hannover (42 Punkte) ist nun Wolfsburg, das dem EHC München beim 3:0 die dritte Niederlage in Serie beibrachte und nun über 41 Zähler verfügt. Auch die Krefeld Pinguine (39) befinden sich nach dem 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) bei den Iserlohn Roosters in Reichweite zur Spitze. Die Adler Mannheim (37) verloren dagegen daheim gegen die Straubing Tigers mit 6:7 (4:3, 1:1, 1:2, 0:1) nach Verlängerung.
Endlich wieder Licht am Ende des langen Tunnels sehen die Kölner Haie. Nach sechs Niederlagen in Serie kam das Schlusslicht beim 4:2 (0:0, 2:0, 2:2) über die Augsburger Panther zum ersten Erfolg. Die Hoffnungen des Traditionsvereins, dass sich der Trainerwechsel von Bill Stewart auf Niklas Sundblad endlich auch in einer Leistungssteigerung niederschlägt, nährten vor über 9700 Zuschauern John Tripp (22.) und Johan Akerman (33.) mit ihren Treffern im zweiten Drittel.
Der Kanadier Jeffrey Szwez konnte für Augsburg im Schlussdrittel zwar verkürzen, doch 92 Sekunden vor dem Ende erhöhte Greg Claaßen auf 3:1. Danach setzten die Augsburger alles auf eine Karte, nahmen ihren Goalie heraus und kamen tatsächlich 24 Sekunden vor dem Ende wieder zum Anschlusstreffer. Doch mit einem Treffer ins leere Tor machte Ryan Ramsay sechs Sekunden vor der Sirene alles klar.
Quelle: sid , dpa
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