06.01.2012, 18:13 Uhr
Der finanziell schwer angeschlagene FC Hansa Rostock muss rund 4,5 Millionen Euro Steuern nachzahlen und darf im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga vorerst keine neuen Spieler verpflichten. Der Bundesrechnungshof (BFH) hat Hansas Revision gegen eine Entscheidung des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern zurückgewiesen.
Dem ohnehin schon in zweistelliger Millionenhöhe verschuldeten Traditionsklub drohen nun schwere Sanktionen seitens der Deutschen Fußball Liga, wenn nicht schnellstens neue Geldgeber aufgetrieben werden. Bis zum 18. Januar muss der Verein der DFL nachweisen, wie die Steuerforderung beglichen werden soll. Solange darf der Tabellenvorletzte der 2. Liga keine neuen Spieler holen.
"Wir sind seit längerem in Gesprächen mit den beteiligten Parteien und sind zuversichtlich, dass wir die entsprechenden Vereinbarungen in der nächsten Woche treffen, um die Zahlungsfähigkeit des Vereins bis zum 30.06.2012 zu erhalten und somit die Auflage der DFL zu erfüllen", sagte Hansas Vorstandschef Bernd Hofmann. Das scheint machbar zu sein, da der Verein das mögliche Scheitern in den Bilanzen einkalkuliert hat und zum Abschluss des vergangenen Geschäftsjahres zum 30. Juni 2010 Rücklagen in der entsprechenden Höhe gebildet hat.
Ob nach der Begleichung der Steuerschulden aber noch in die bislang überforderte Mannschaft um den neuen Trainer Wolfgang Wolf investiert werden kann, erscheint angesichts des Ausmaßes der Finanznot fraglich. Hansa will mindestens einen neuen Stürmer holen, um der schwächsten Offensive der gesamten Liga mehr Durchschlagskraft zu verleihen.
Schon zuvor waren die Mecklenburger knapp bei Kasse. Wegen des nicht eingeplanten Aufstiegs mussten Prämien von mehr als einer Million Euro gezahlt werden. Das Geisterspiel gegen Dynamo Dresden nach Fan-Ausschreitungen brachte Verluste von rund 300.000 Euro. Zudem kündigte der Hauptsponsor seinen Ausstieg zum Saisonende an.
Hintergrund des Rechtsstreits mit dem Finanzamt Rostock war die Frage, ob der Zweitligist in den Jahren 1999 bis 2001 zu Unrecht Zahlungen für "Transferentschädigungen, Provisionen an Spielervermittler und Ausbildungs- und Förderungsentschädigungen für Amateurspieler und Vertragsamateure, die beim aufnehmenden Verein Lizenzspieler werden" als abziehbare Betriebsausgaben behandelt hat oder diese über die Vertragslaufzeit hätte abschreiben müssen.
Quelle: dpa , dapd
Hansi Blank schrieb:
am 6. Januar 2012 um 21:31:03
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Rostock
Also kommt alle mal wieder runter, hier geht es nicht um Ost - West Hetze.
Ich begleite meinen Verein nun schon seid 15 Jahren zu
Auswärtsspielen, was glaubt ihr wohl wo es immer wieder Probleme mit sogenannten Fans gibt.
Im Westen fast gar nicht, aber für einige sind Tatsachen nur Hetze und das ist sehr schade.
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BVB Guru schrieb:
am 6. Januar 2012 um 21:09:35
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@dekamama60
Bei uns in Dortmund geht man zum Fussball gucken ins Stadion und nicht zum Randalieren wie es in den Ost Stadion anscheinend
Üblich ist. Aber in der 3. Liga spielt man ja auch evtl. Fussball. Rostock sollte wie in der Schweiz alle Punkte abgezogen werden !!!
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emg schrieb:
am 6. Januar 2012 um 21:04:12
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@awg
Bevor man solche Phrasen drischt, sollte man sich mit entsprechendem Wissen ausstatten. Jeder Bundesbürger, ob er nun in Bayern oder
Brandenburg wohnt, zahlt ab einem bestimmten Einkommen den "Soli"! Vom Länderfinanzausgleich profitieren alle Bundesländer, das arme Saarland ebenso wie Sachsen-Anhalt. Länder wie z.B. Mecklenburg-Vorpommern zahlen mehr ein, als sie bekommen, weil sie einen ausgeglichenen Haushalt haben. "Hört mit diesen "Jammer-Ossi, Besser-Wessi" Phrasen auf!
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