18.07.2009, 16:59 Uhr
George Hincapie (Foto: imago)Gekämpft wie ein Löwe, aber nichts gewonnen: George Hincapie hat das Gelbe Trikot bei der Tour de France knapp verpasst. Der Amerikaner bestimmte auf der 14. Etappe mit einer Ausreißergruppe lange Zeit das Renngeschehen und fuhr sogar virtuell in Gelb. Im Ziel in Besancon fehlten dem langjährigen Teamkollegen von Lance Armstrong dann lediglich fünf Sekunden, um das begehrte Jersey von Rinaldo Nocentini zu erobern.
Den Tagessieg holte sich der Russe Sergej Ivanow, der sich rund zehn Kilometer vor dem Ziel entscheidend aus der Spitzengruppe abgesetzt hatte. Zweiter wurde der Ire Nicolas Roche vom Team AG2R vor dem Neuseeländer Hayden Roulston. Auch Gerald Ciolek war unter den Ausreißern. Der Milram-Profi musste sich nach 199 Kilometern mit Platz zehn zufrieden geben. "Schade, dass die Gruppe nicht bis zum Schluss zusammengehalten hat. Mit Iwanow hat der Stärkste gewonnen", sagte der Pulheimer.
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Einen Tag vor der ersten Bergankunft in den Alpen wurde die Gesamtwertung etwas verändert. Neuer Zweiter hinter Nocentini ist Hincapie (+5 Sekunden), der einst an allen sieben Tour-Siegen von Armstrong beteiligt war. Dahinter lauern die Astana-Kapitäne Alberto Contador (+6) und Armstrong (+8), die am Sonntag in den Schweizer Alpen die Verhältnisse zurechtrücken wollen.
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Die beiden Deutschen Andreas Klöden und Tony Martin (weiter im Weißen Trikot) rutschten auf die Ränge sieben und acht zurück, da sich auch noch der Franzose Christophe Le Mevel auf den fünften Gesamtrang schieben konnte. Der 31-jährige Nocentini darf am Sonntag seinen achten Tag im Gelben Trikot beginnen - einen Tag öfter als der bislang letzte italienische Tour-Champion Marco Pantani (1998), der 2004 tragisch ums Leben kam.
Auf dem Teilstück von Colmar nach Besancon wollten Ciolek und der Berliner Jens Voigt die deutschen Tage in Frankreich fortsetzen. 16 Kilometer nach dem Start löste sich das Duo gemeinsam mit elf weiteren Fahrern. Während Ciolek früh seinen ersten Zwischensprint bei dieser Frankreich-Rundfahrt gewinnen konnte, hatte Saxo-Bank- Profi Voigt Pech. Wegen eines Defekts verlor der zweifache Deutschland-Tour-Sieger den Anschluss zu seinen Begleitern und musste sich fluchend ins Feld zurückfallen lassen.
Noch 50 Kilometer vor dem Ziel hatten die Ausreißer einen Vorsprung von gut achteinhalb Minuten auf das Peloton. Zu diesem Zeitpunkt fuhr Columbia-Fahrer Hincapie, vor der Etappe 28. mit einem Rückstand von 5:25 Minuten auf Nocentini, im virtuellen Maillot Jaune. Dann aber forcierte Nocentinis französisches AG2R-Team an der Spitze des Feldes das Tempo, so dass sich Hincapies Traum vom zweiten Gelb seiner Karriere nicht erfüllte.
Im Überblick
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Quelle: t-online.de , dpa
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