02.06.2008, 13:08 Uhr
Ariane Friedrich springt in Berlin zum ersten Mal im Freien über zwei Meter. (Foto: imago)Genüsslich biss Ariane Friedrich in einen Schoko-Riegel. "Das ist meine Belohnung, die habe ich mir heute verdient", sagte die gertenschlanke Hochspringerin nach ihrem Satz über die Schallmauer von zwei Metern. Seit dem Winter hat die derzeit erfolgreichste Hochspringerin Deutschlands ihre Ernährung komplett umgestellt, wiegt jetzt nur noch 59 Kilogramm bei einer Größe von 1,79 Meter. "Im Vergleich zu anderen Hochspringerinnen bin ich sogar noch ein Pummelchen", sagte die 24-Jährige mit einem Schmunzeln nach dem bisher größten Tag ihrer Karriere.
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"Jetzt kann ich noch so oft über zwei Meter springen, diesen ersten Sprung im Freien werde ich nie vergessen. Das ist etwas Einmaliges", jubelte die Frankfurterin. Beim Internationalen Stadionfest in Berlin stieg sie in den elitären Kreis jener nunmehr sieben deutschen Hochspringerinnen auf, die die Zwei-Meter-Marke bisher geknackt haben. Im Wettbewerb belegte sie Platz zwei hinter Blaka Vlasic, die 2,03 Meter meisterte und ihre Serie auf 25 Siege in Serie ausbaute
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Die steile Entwicklung seines Schützlings ist für Trainer Günter Eisinger keine Überraschung, obwohl Ariane Friedrich im Frühjahr verletzungsbedingt zwei Monate keinen einzigen Sprung absolvieren konnte. "Beim Hallenwettkampf in Weinheim, als sie die 2,02 Meter überquerte, ist sie blöd gelandet und hat sich eine dreifache Wirbelprellung zugezogen. Erst eine Woche vor dem ISTAF hat sie in Zweibrücken ihre ersten Sprünge in der Freiluftsaison absolviert", sagte der Coach und fügte hinzu: "Die Kunst ist es, Geduld zu haben."
In Zweibrücken übersprang Friedrich vor einer Woche ohne Fehlversuch die Olympia-Norm von 1,95 Meter, womit sie ihre Freiluft-Bestleistung schon um einen Zentimeter übertraf. In Berlin ging es für die Himmelsstürmerin nun gleich weitere fünf Zentimeter höher, womit sie erste vage Medaillen-Hoffnungen für Peking weckte.
"Das Publikum war der Wahnsinn. Wenn 60.000 so euphorisch toben, dann kommt man sich da unten wie ein kleines Glühwürmchen vor", sagte sie. Dass sie nun aber stabil die zwei Meter bezwingen werde, wollte sie noch nicht versprechen. "Das kann nächste Woche schon wieder ganz anders sein. Erstmal abwarten", sagte die angehende Kommissarin der Sportfördergruppe der hessischen Polizei.
Quelle: dpa
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