01.09.2009, 14:02 Uhr
Blanka Vlasic ist die aktuelle Hochsprung-Weltmeisterin. (Foto: imago)Nach ihrem Flug über 2,08 Meter hat Hochspringerin Blanka Vlasic den Weltrekord von Stefka Kostadinowa im Visier. "Für mich hat der Weltrekord immer Vorrang vor dem Weltmeistertitel", sagte die 25 Jahre alte Hochspringerin aus Kroatien nach ihrem Super-Satz. "Weltmeister gibt es viele, den Rekord hat nur einer."
Mit ihrem Leistung in Zagreb steht sie in der ewigen Weltbestenliste nun an zweiter Stelle.
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"An einem solchen Abend musste sich alles zusammenfügen, damit ich die 208 Zentimeter überspringen konnte. Alles hat gepasst", sagte die 1,92 Meter lange Athletin. Mit dem zweitbesten Sprung der Hochsprung-Geschichte ist sie "ganz nahe an den Springer-Himmel" gekommen, titelte die Zagreber Zeitung "Jutarnji".
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Fast genau vor zwei Jahren war Vlasic in Stockholm mit 2,07 Metern dem mittlerweile 22 Jahre alten Weltrekord schon sehr nahe gekommen. Dies gelang zuvor mit der gleichen Höhe nur Ludmilla Andonowa aus Bulgarien - allerdings bereits am 20. Juli 1984 - und noch einmal Kostadinowa, die 1986 in Sofia 2,08 Meter überwand. Die deutsche Rekordlerin Ariane Friedrich liegt mit 2,06 Metern an Position sieben der Höhenjäger-Weltrangliste. Nach zuletzt mäßigen Leistungen beendete die müde Frankfurterin die Saison. In der Halle hält die Schwedin Katja Bergqvist mit 2,08 Metern den Weltrekord.
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Im Sportpark Mladost meisterte Blanka Vlasic alle fünf aufgelegten Höhen jeweils im ersten Versuch - inklusive der 2,08 Meter. "Dass ich die 2,08 Meter gleich überspringen könnte, hatte ich vorher wirklich nicht gedacht", sagte Vlasic. Erst bei 2,10 Meter blieb die Olympia-Zweite dreimal hängen. Beim Golden-League-Finale in Brüssel und beim Weltfinale der Leichtathleten im griechischen Thessaloniki kann sie erneut Anlauf auf den Kostadinowa-Rekord nehmen. "Ich will mir nichts vormachen und sagen, dass es beim nächsten Wettkampf klappt", sagte Vlasic, die bei der WM in Berlin zum zweiten Mal Weltmeisterin geworden war. "Nun genieße ich erstmal diese Leistung und denke nicht so viel an die Zukunft."
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Schon bei der WM in Berlin hatte sich Blanka Vlasic an den 2,09 Metern versucht, war aber nach der Anspannung im Titelkampf deutlich daran gescheitert. Zu ihrem Heimspiel in Zagreb war sie aber mit einem ganz anderen Gefühl angetreten. "Ich wusste, dass ich ein phänomenales Ergebnis in den Beinen habe", sagte Vlasic der kroatischen Zeitung "Novi list".
Quelle: dpa , sid
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