11.05.2011, 22:09 Uhr
Der HSV ist am Ziel seiner Träume und feiert mit den Fans ausgelassen die deutsche Meisterschaft. (Foto: imago)
Die Sensation ist perfekt: Der HSV Hamburg ist erstmals deutscher Handball-Meister. Der Bundesligist nutzte vor heimischer Kulisse mit dem 35:30 (20:14) gegen den VfL Gummersbach gleich seinen ersten Matchball und ist damit drei Spieltage vor Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Die Hamburger lösen Rekordmeister THW Kiel ab, der 16 Mal die Meisterschaft gewann und die Trophäe zuletzt sechsmal in Serie erobert hatte.
Der HSV kann sich noch einen weiteren Titel sichern: Ende Mai steht die Mannschaft des zum Saisonende in die Geschäftsführung wechselnden Trainers Martin Schwalb im "Final4" der Champions League und hat die Chance auf den wichtigsten europäischen Vereinstitel.
Die 13.296 Zuschauer in der ausverkauften o2-Arena hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie feierten ihre Mannschaft mit ohrenbetäubendem Lärm. "Seit 24 Jahren wartet die Stadt auf einen großen Meistertitel und die Feier auf dem Rathausplatz. Jetzt ist es soweit", sagte Vizepräsident Dierk Schmäschke. Als letzten Meistertitel in den Massensportarten hatten die Fußballer des Hamburger SV 1987 den DFB-Pokal gewonnen und auf dem Rathausbalkon präsentiert.
Der HSV hat die Konkurrenz in dieser Saison mit überraschend großem Vorsprung hinter sich gelassen. Mit derzeit sieben Punkten Rückstand folgen der THW Kiel, die Füchse Berlin und Rhein-Neckar Löwen, die sich noch um die Plätze hinter den Hamburgern streiten. Die Löwen setzten sich im ersten Spiel nach dem verpassten Pokalfinale gegen TuS N-Lübbecke mit 33:28 (17:15) durch.
Dem feierwilligen HSV-Keeper fällt nach dem Titelgewinn ein Stein vom Herzen. Wo gefeiert wird, ist ihm "scheißegal". zum Video
Während die Hamburger auf dem Parkett ausgelassen feierten und auf Einladung ihres Präsidenten und Mäzens Andreas Rudolph zur viertägigen kollektiven Sause nach Mallorca fliegen, ließ die SG Flensburg-Handewitt im Kampf um die Europapokalplätze einen wichtigen Punkt liegen. Nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Kiel kamen die Norddeutschen zu Hause gegen den TBV Lemgo nur zu einem 23:23 (9:12). Der TV Großwallstadt bezwang den Tabellenletzten TSG Friesenheim 30:22 (14:9).
Quelle: dpa
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