24.11.2011, 10:08 Uhr
Der HSV Hamburg bleibt in der Handball-Bundesliga ärgster Verfolger des verlustpunktfreien Spitzenreiters THW Kiel. Der deutsche Meister setzte sich klar mit 36:28 (21:13) beim TBV Lemgo durch, liegt in der Tabelle mit nun 20:4 Zählern allerdings weiterhin deutlich hinter den Kielern (26:0).
Auch die Rhein-Neckar Löwen haben ihre Pflichtaufgabe souverän gelöst. Der Fünfte gewann sein Heimspiel gegen den Vorletzten Eintracht Hildesheim mit 39:29 (20:15), bleibt in der Tabelle aber einen Platz hinter den Füchsen Berlin, die beim 32:29 (13:15)-Auswärtserfolg gegen den Bergischen HC überraschend große Mühe hatten. Der TV Großwallstadt konnte mit einem 32:28 gegen den SC Magdeburg Punkte gegen den Abstieg sammeln.
Der HSV schlägt den TBV Lemgo, Rückraumspieler Hens erzielt zehn Treffer bei elf Versuchen und zieht Bilanz. zum Video
Überragender Spieler beim HSV war Pascal Hens, dem zehn Treffer gelangen. Bei den Löwen stach Bjarte Myrhol hervor. Der Kreisläufer, der erste Ende Oktober nach einer Krebsoperation zurückgekehrt war, erzielte neun Treffer bei dem in der zweiten Hälfte locker herausgespielten Sieg. "Die Mannschaft ist sehr gut aufgetreten", sagte Hamburgs Präsident und Geschäftsführer Martin Schwalb. "Nach Schwierigkeiten in den ersten 13 Minuten haben wir das sehr gut gemacht." Tatsächlich wurde Hamburg nur in der ersten Viertelstunde von den Gastgebern gefordert.
Dann aber übernahm der HSV die Kontrolle und verschaffte sich dank der beiden kroatischen Nationalspieler Domagoj Duvnjak und Blazenko Lackovic sowie Torhüter Johannes Bitter bis zur 23. Minute einen 16:11-Vorsprung. Diesen bauten die Norddeutschen bis zur Pause auf 21:13 aus. Die Lemgoer hingegen zeigten Nerven: Nach 20 Minuten wies die Statistik sieben leichtfertige Ballverluste des TBV auf.
Der TV Großwallstadt bezwingt den großen SC Magdeburg. Wallstadts Top-Scorer Kneer ist vom Team überzeugt. zum Video
In der zweiten Hälfte versuchte es der zweifache deutsche Meister Lemgo mit einer offensiveren Deckung, fand aber weiterhin kein Mittel gegen den äußerst konzentriert agierenden HSV, bei dem neben Hens auch der dänische Nationalspieler Hans Lindberg (acht Tore) immer besser in Schwung kam. Die Hamburger hielten kontinuierlich einen Vorsprung von sieben oder acht Toren, beim Stand von 35:27 drei Minute vor Schluss war der Widerstand der Lemgoer endgültig gebrochen.
Quelle: dapd
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