24.04.2010, 19:30 Uhr | dpa
Mit dem letzten Aufgebot ist der Hamburger SV zum Sonntagsspiel (ab 15.15 im t-online.de Live-Ticker) bei 1899 Hoffenheim gereist. Ohne Torjäger Ruud van Nistelrooy und Mittelfeldlenker Zé Roberto, die beide über muskuläre Probleme klagen, sowie ohne Abwehrspieler Guy Demel und Angreifer Tunay Torun, die wegen Knieproblemen aussetzen müssen, setzte sich der HSV-Tross am Samstagnachmittag in Bewegung. Die schmerzlich vermissten Mittelfeld-Renner Marcell Jansen und Eljero Elia stehen ohnehin nicht zur Verfügung.
Lediglich 17 Spieler umfasst der Kader der Hanseaten. Um für den Notfall Alternativen zu haben, nahm Trainer Bruno Labbadia die Nachwuchs-Akteure Sören Bertram (18 Jahre) und Hendrik Dettmann (20) mit. "Elf Leute kriegen wir wohl zusammen", meinte Vereinssprecher Jörn Wolf mit Galgenhumor.
Auch die Hoffenheimer plagen Personalsorgen. Sie müssen in dem Duell der kriselnden Teams auf den ehemaligen Nationaltorwart Timo Hildebrand verzichten. Der 31-Jährige hatte sich im Training einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen und wird von Daniel Haas ersetzt. Seit sieben Spielen sind die 1899er sieglos.
Um einen versöhnlichen Rundenabschluss kämpft auch der HSV. Ein internationaler Startplatz in der kommenden Saison ist Pflicht. HSV-Chef Bernd Hoffmann attestierte Labbadia zwar gute Arbeit, will jetzt aber Ergebnisse sehen. Doch lediglich ein Sieg aus den vergangenen sechs Bundesligaspielen sowie das wenig erbauliche 0:0 im Europa-League-Halbfinale gegen Fulham sind keine Empfehlung. Weder für den dringend benötigten sechsten Auswärtssieg, noch für den umstrittenen Trainer.
Flaschenwerfer Paolo Guerrero muss nach seinem Einsatz gegen Fulham in der Bundesliga wegen seines Flaschenwurfs weiterhin pausieren. Mladen Petric, der nach überstandenen Adduktorenproblemen schon wieder einen Kurzeinsatz gegen die Engländer hatte, muss in Hoffenheim wohl von Anfang an ran. Außer Marcus Berg ist kein gelernter Stürmer mehr an Deck.
Auch im zweiten Sonntagsspiel kämpfen die einen um die Existenz, die anderen um den internationalen Wettbewerb: Während dem VfL Wolfsburg im Rennen um einen Platz in der Europa League nur ein Sieg weiterhilft, wäre der SC Freiburg im Abstiegskampf auch über ein Unentschieden nicht traurig. Natürlich wolle Freiburg im heimischen Badenova-Stadion (ab 17.15 im t-online Live-Ticker) gewinnen, erklärte SC-Trainer Robin Dutt. "Aber schon ein Punkt könnte kostbar sein."
Die Südbadener haben von den vergangenen fünf Spielen nur eins verloren und treten in Bestbesetzung an. Nur Stürmer Tommy Bechmann (Muskelfaserriss) falle aus, alle anderen Profis seien unter der Woche "im Trainingsprozess" gewesen, sagte Dutt. Offen ließ der 45-Jährige, ob er in der Innenverteidigung wieder auf den 30 Jahre alten Routinier Oliver Barth oder auf den 20-Jährigen und von anderen Klubs umworbenen Ömer Toprak setzt. "Barth hat Ömer zehn Jahre Erfahrung voraus, und er hat es gut gemacht in den letzten Wochen. Oliver zu erklären, ihn rauszunehmen, würde uns schwer fallen", sagte Dutt.
Wolfsburg muss wahrscheinlich Spielmacher Zvjezdan Misimovic ersetzen. Der Bosnier laboriert an einer Wadenzerrung. Fällt er aus, will der noch amtierende Deutsche Meister in Christian Gentner und Josué zwei defensive Mittelfeldspieler aufbieten. Das klappte beim 4:1 gegen den VfL Bochum Anfang März, als Misimovic gesperrt war, schon einmal sehr gut.
Apropos Bochum: Der 2:0-Sieg des VfB Stuttgart am Freitagabend bei der Revier-Elf schmeckte Wolfsburg gar nicht, denn die Aussichten auf den sechsten Tabellenplatz haben sich damit erheblich verschlechtert. Bei einer Niederlage in Freiburg wären die Wölfe in der kommenden Saison in keinem internationalen Wettbewerb vertreten. VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner forderte deshalb den vollen Einsatz seiner Spieler. "Wenn der HSV patzt, sollten wir da sein. Wir haben die Chance, darauf müssen wir im Kopf vorbereitet sein", sagte Köstner vor seinem drittletzten Einsatz als VfL-Chefcoach und hoffte, zumindest einen von zwei Konkurrenten in der Tabelle zu überholen.
Im Angriff ruhen die Hoffnungen auf Edin Dzeko. Der Stürmer, der bisher 20 Saisontreffer erzielt hat, kämpft um die Torjäger-Krone. Und ein Tor gegen den SC Freiburg fehlt noch in Dzekos Sammlung.
Quelle: dpa
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de
News: Özil will Titel und Favre bleibt in Gladbach. zum Video
Amateurtor der Woche: Wählen Sie aus drei Treffern! zum Video