10.04.2011, 19:56 Uhr
Inter Mailand schöpft vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Schalke 04 neue Hoffnung. Nach dem 2:5-Debakel im Hinspiel gegen den Bundesligisten und der 0:3-Derbypleite gegen den AC Mailand stoppte der total verunsicherte Triple-Sieger zumindest in der italienischen Serie A seine Talfahrt.
Inter gewann mühsam mit 2:0 gegen den Tabellen-13. Chievo Verona und hält so Anschluss an Spitzenreiter Milan.
"Wir haben noch alle Chancen. Ich glaube an die Titelverteidigung", sagte der erleichterte Inter-Coach Leonardo. Stürmerstar Samuel Eto'o wittert nun sogar für das Viertelfinal-Rückspiel der Königsklasse auf Schalke am Mittwoch Morgenluft: "Zu träumen ist erlaubt", sagte der Kameruner und erinnerte an die legendäre Aufholjagd des spanischen Klubs FC Getafe gegen den FC Barcelona. "Die drehten damals ein 1:5 gegen Barca mit einem 4:0 um", berichtete Inters erfolgreichster Torjäger dieser Saison.
Auch wenn selbst die Inter-Fans kaum noch an ein Wunder von Gelsenkirchen glauben, gibt Eto'o die Hoffnung nicht auf: "Wir haben eine Mannschaft, die ein großes Spiel zeigen und weiterkommen kann", sagte er. Auch Kapitän Javier Zanetti gab sich nach dem hart erkämpften Erfolg gegen Chievo zuversichtlich: "Das war ein wichtiger Sieg. Jetzt denken wir nur noch an Mittwoch. Wir glauben an uns!"
In der Serie A wähnt sich der Meister sechs Spieltage vor Ende der Saison weiter aussichtsreich im Titelrennen, obwohl der SSC Neapel (65) in Bologna mit 2:0 gewann und damit Platz zwei vor Inter verteidigte. Dass die Mailänder zumindest Schritt hielten, verdanken sie Esteban Cambiasso und Maicon, die in der 66. und 84. Minute die Tore erzielten. Der zuletzt gesperrte ehemalige Münchner Lucio sorgte in der gegen Milan und Schalke löchrigen Abwehr wieder für mehr Stabilität.
Der AS Rom wahrte seine Chancen auf den Einzug in die Champions League. Die Römer gewannen in Udine in einer spannenden Partie durch zwei Tore ihres Kapitäns Francesco Totti mit 2:1. Mit 53 Zählern rangiert der AS Rom nun nur noch drei Punkte hinter dem Tabellenvierten Udinese auf Rang sechs. Dahinter folgt Rekordmeister Juventus Turin (51), den der eingewechselte frühere Bayern-Stürmer Luca Toni mit seinem Tor in der 83. Minute zum 3:2-Sieg über den FC Genua schoss.
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Quelle: dpa
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