11.02.2012, 15:46 Uhr
Wenn es um die Einhaltung formaler Regeln geht, verstehen Behörden und Verbände keinen Spaß. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) macht da keinen Unterschied. Stein des Anstoßes ist Bruno Banani, Rodel-Exot aus Tonga. Er heißt eigentlich Fuahea Semi. Für DOSB-Präsident und IOC-Vize Dr. Thomas Bach ist seine werbewirksame Umbenennung nur "eine perverse Marketing-Idee". Das sagte der 58-Jährige dem ARD-Hörfunk. (Klicken Sie sich auch durch die Foto-Show Legendäre Exoten des Wintersports)
Bach hält es "für ziemlich geschmacklos, den Namen zu wechseln für einen Sponsor. Das geht mir zu weit, das hat mit vernünftigem Marketing nichts zu tun und disqualifiziert sich selbst." Die Namensänderung sehe er nicht nur im Widerspruch zum olympischen Gedanken, sondern auch zu Persönlichkeitsrechten.
Unter dem Namen des Chemnitzer Unterwäsche-Herstellers Bruno Banani geht Semi im Rodel-Zirkus an den Start. Bei der WM in Altenberg landete er auf Platz 34. Sollte sich Banani für Olympia 2014 in Sotschi qualifizieren, müsste das IOC den 24-Jährigen wohl unter seinem Werbenamen fahren lassen. "Wenn sein Name im Pass offiziell steht, glaube ich nicht, dass man hier reagieren kann. Er könnte dann wohl auch teilnehmen", sagte IOC-Vizepräsident Bach.
Am Rande der WM hatte Leafa Mataele Wawryk, die Pressesprecherin von Tongas Prinzessin Pilolevu Tuita, die auf der Südseeinsel den nationalen Rodelverband gründete, die Namensänderung aus Geldmangel zugegeben. Semis Reisepass und Geburtsurkunde wurden erst 2008 auf Anregung der kalifornischen Marketingagentur Makai geändert. "Genau das haben wir getan. Dadurch hatten wir dann eine passende Firma als Sponsor. Das war nötig, weil wir einfach keine anderen finanziellen Mittel auf unserer Insel haben."
Da aber die Firma Bruno Banani auch die WM finanziell unterstützt, hielt sich Rodel-Weltverbandspräsident Josef Fendt mit Kritik zurück. Die Geschichte habe zwar "keinen so tollen Beigeschmack", sagte der Olympia-Zweite von Innsbruc 1976, "aber es gibt da einen Spruch: Bad news are good news. So kann man es sehen."
Quelle: dpa , sid , dapd
Dreckspatz schrieb:
am 11. Februar 2012 um 19:29:59
(136)
(14)
Umbenennung
Namnsänderungen sind in Asien weit verbreitet. Für die Leute dort nichts Ungewöhnliches. Sollte das IOC eigentlich wissen. Reisen bildet!
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al schrieb:
am 11. Februar 2012 um 19:27:33
(172)
(7)
verlogen
Sowas von dreist, der IOC tut, wie alle anderen großen Sportverbände auch, ALLES für Geld.
Da sind dann so Ausagen wie
"ziemlich geschmacklos" und " Widerspruch zum olympischen Gedanken" einfach nur verlogen und unverschämt!
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Willi Wacker schrieb:
am 11. Februar 2012 um 19:19:23
(91)
(17)
So ein Geschwurbel
Das heisst "No News are Good News" Herr Fendt. Ihre Interpretation könnte auch keiner erklären - oder? "Bad
news are good news???" Hahaha - Selten so gelacht
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