23.01.2010, 14:04 Uhr
Der Lauterer Srdjan Lakic (re.) kämpft mit dem Ahlener Baldo di Gregorio um den Ball. (Foto: dpa)Was ist bloß mit dem Herbstmeister los? 16 Mal blieb der 1. FC Kaiserslautern in der Hinrunde ungeschlagen, steht seit dem 13. Spieltag ununterbrochen an der Spitze. Das 0:0 gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Rot Weiss Ahlen jedoch war bereits das dritte sieglose Treffen der Pfälzer in Folge. Seit 201 Minuten wartet der FCK auf ein Tor. Und die Verfolger schlafen nicht. Der FC St. Pauli verkürzte durch sein 1:0 über Alemannia Aachen den Rückstand auf einen Zähler.
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In der 31. Minute gelang dem früheren Bremer Max Kruse gegen die zuletzt vier Mal unbesiegten Gäste aus dem Dreiländereck der spielentscheidende Treffer. Für Kruse war es vor 19.630 Zuschauern im Millerntor-Stadion schon das siebte Saisontor in der Liga. Trotz schwieriger Platzverhältnisse gelang es den Hausherren, die mit 44 Treffern die beste Offensive der Liga stellen, zunächst ihr Kombinationsspiel immer wieder aufzuziehen. Schon nach sechs Minuten hätte Carsten Rothenbach St. Pauli in Führung bringen können, aber er traf nur den Pfosten. Auf der Gegenseite bewahrte der anfänglich kaum geprüfte Keeper Mathias Hain die Hanseaten vor dem Rückstand, als er bei einem Schlenzer von Daniel Adlung (27.) auf dem Posten war.
"Wir müssen auf dem Boden bleiben"
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So blieb es Kruse vorbehalten, bei neun Grad unter Null für den einzigen Treffer der Partie zu sorgen. Nach famosem Zuspiel von Florian Bruns überwand der Offensiv-Allrounder mit einem Linksschuss ins kurze Eck Alemannen-Torhüter Thorsten Stuckmann. Nach der Pause gingen die Aachener deutlich entschlossener zu Werke. Doch aus den sich häufenden Fehlern der Hamburger Defensive schlugen die Gäste kein Kapital, so dass St. Pauli am Ende einen glücklichen Sieg bejubelte. "In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert. Dann haben wir aber den Faden verloren und das 1:0 gerade noch über die Runden gebracht. Aber auch solche Siege muss man mal mitnehmen", bilanzierte Cheftrainer Holger Stanislawski.
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Auch Lautern wäre um jede Art von Sieg dankbar gewesen. Ahlen aber verdiente sich vor 24.472 Zuschauern auf dem Betzenberg über eine leidenschaftliche Abwehrleistung und einen überragenden Torsteher Sascha Kirschstein seinen siebten Auswärtspunkt. Bei einem Pfostenschuss von Srdjan Lakic (9.) stand den aufopferungsvoll kämpfenden Gästen zudem das Glück zur Seite.
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Kaiserslautern war zwar über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft, ließ am gegnerischen Strafraum aber die nötige Präzision vermissen, um das Ahlener Abwehr-Bollwerk zu knacken. Bei den Roten Teufeln geht nach dem erfolglosen Sturmlauf die Angst um, einen ähnlichen Absturz wie in der Rückrunde des Vorjahres zu erleben. Damals verlor der viermalige Deutsche Meister fünf Ränge, fiel von zwei auf sieben.
Quelle: dpa , t-online.de , sid
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