12.04.2009, 15:37 Uhr
Günther Netzer (li.) attackiert Jürgen Klinsmann scharf. (Foto: dpa)Trotz des 4:0-Erfolgs gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga sind sich die meisten Szene-Kenner einig, dass die Verantwortlichen des FC Bayern München Trainer Jürgen Klinsmann spätestens zum Saisonende vor die Tür setzen werden. So sehr schmerzten die jüngsten Klatschen gegen Wolfsburg und gegen Barcelona in der Champions League. Dennoch überraschte es ein wenig, wie scharf Günther Netzer in der "Bild am Sonntag“ den ehemaligen Bundestrainer attackierte. Via DSF schlug der Noch-Bayern-Coach jetzt zurück.
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"Ich habe kein Problem mit Günter Netzer. Ich würde mir nur wünschen, dass er, wenn er sowas sagt, an die Säbener Straße kommt und unser Training anschaut. Denn er war noch nie da und gibt Dinge von sich, von denen er letztlich keine Ahnung hat“, sagte Klinsmann.
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Netzer warf dem Coach des deutschen Rekordmeisters zuvor in seiner Kolumne "Arroganz und Selbstüberschätzung“ vor und kam zu der Schlussfolgerung: "Bayern und Klinsmann - es ist ein einziger Irrtum.“ Der Bayern-Trainer habe „nichts von dem erfüllt, was ihm als Ruf vorausgeeilt war“, schrieb Netzer weiter. Die 0:4-Niederlage beim FC Barcelona "spricht für sich - und gegen Klinsmann. Seine Mannschaft hat sich verselbstständigt, er hat die Mannschaft verloren“.
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Klinsmann sei mit dem Anspruch angetreten, jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Doch "auch diesen groß angekündigten Vorsatz können wir als misslungen abhaken“, meinte Netzer. Dass der umstrittene Coach davon sprach, noch "viele, viele Jahre“ bei den Bayern bleiben zu wollen, beweist laut Netzer: "Er hat den Sinn für die Realität verloren.“
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Klinsmann dagegen deutete im DSF an, dass eine gezielte Kampagne gegen ihn laufe. Es seien Dinge verfälscht worden und "medial in die falsche Richtung gesteuert worden. Wenn man uns beurteilen will, dann lade ich alle ein. Wir zeigen dann, welche Arbeit wir hier leisten.“ Über seine Zukunft machte er sich indes – im Gegensatz zu Netzer - keine Sorgen: "Ich bin voll davon überzeugt, dass ich auch im nächsten Jahr Trainer des FC Bayern bin.“
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Der 44-Jährige allerdings räumte ein, dass sich er und die Mannschaft in einem „schwierigen Moment“ befinden, "aber ich halte den Kopf dafür hin.“ Von Amtsmüdigkeit oder Resignation ist bei Klinsmann nichts zu spüren, stattdessen präsentierte er sich weiterhin kämpferisch. "Wenn wir die nötigen Punkte holen, dann werden wir deutscher Meister“, sagte Klinsmann.
Quelle: t-online.de , sid , dpa
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