04.07.2009, 16:47 Uhr
Andreas Klöden (Foto: imago)Andreas Klöden und Tour-Hoffnung Tony Martin haben beim Auftaktzeitfahren in Monaco aus deutscher Sicht für Furore gesorgt. Der unter Dopingverdacht stehende Astana-Profi Klöden fuhr auf dem 15,5 Kilometer langen Kurs auf den vierten Platz, Martin belegte am Ende einen starken achten Rang.
Den Sieg holte sich Olympiasieger Fabian Cancellara aus der Schweiz, der damit auch das Gelbe Trikot eroberte. Klödens Teamkollege und Titelverteidiger Alberto Contador wurde mit 18 Sekunden Rückstand Zweiter.
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Dritter hinter dem Spanier im schweißtreibenden Kampf gegen die Uhr durch das unter einer schwülen Hitzeglocke liegende Fürstentum war der Brite Bradley Wiggins. Dem siebenfachen Toursieger Lance Armstrong blieb - für ihn ungewohnt - nur Rang zehn. "Es war sehr schwer, den Rhythmus zu finden. Die Strecke war technisch sehr anspruchsvoll. Ich habe mir keine Illusionen gemacht, das Zeitfahren zu gewinnen. Ich war schließlich vier Jahre weg", sagte der siebenmalige Tour-Champion, der 2005 zurückgetreten war. Armstrong war als einer der ersten Starter bereits um 16:17 Uhr auf die Strecke gegangen.
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Die erste Etappe hatte es in sich. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad hatten die 180 Starter schon nach 500 Metern eine 7,5 Kilometer lange Steigung zu bewältigen. Die zweite Hälfte der Strecke war eine kurvenreiche und gefährliche Schussfahrt ins Ziel am Port Hercule, wo eine Luxusyacht neben der nächsten steht.
Klöden war die große Überraschung beim Team Astana, das gleich vier Fahrer unter die Top-Ten platzieren konnte. Fast alles hatte sich in den vergangen Tagen und Diskussionen alles nur um Armstrong und Contador gedreht. Der Name Klöden fiel nie. Der auf seine alten Tage in großer Form fahrende ehemalige T-Mobile-Profi, den aus dieser Zeit die Doping-Vorwürfe der Freiburger Untersuchungs- Kommission verfolgen, fuhr knapp am ersten Tour-Etappensieg seiner Karriere vorbei. Der 32-Jährige, der der deutschen Presse sehr einsilbig entgegentritt, war 2004 und 2006 jeweils Tour-Zweiter.
Der in Eschborn lebende Martin vom Team Columbia-HTC, das in diesem Jahr schon 49 Siege eingefahren hat, war von der Atmosphäre und Stimmung überwältigt. Mehr als 100.000 Zuschauer an der Strecke sorgten beim dem 24-Jährigen für Gänsehaut. "Ich habe das Maximale aus mir herausgeholt. Weiß gleich zu Beginn, wäre ein Traum gewesen", sagte Martin, der das Trikot des besten Nachwuchsfahrer Roman Kreuziger (Liquigas) überlassen musste.
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Die Tour wird am Sonntag mit der zweiten Etappe über 187 Kilometer von Monaco nach Brignoles fortgesetzt. Auch wenn es über einen Berg der dritten und drei Berge der vierten Kategorie geht, dürfen die Sprinter auf ihre Chance hoffen.
Quelle: t-online.de , dpa
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