30.08.2008, 11:32 Uhr
Andreas Klöden (Foto: imago)Aus seiner Nicht-Berücksichtigung für die Olympischen Spiele hat Andreas Klöden die Konsequenz gezogen, künftig nicht mehr für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zu starten. Diese Entscheidung habe er dem Verband bereits vor einigen Tagen mitgeteilt, erklärte Klöden auf seiner Homepage.
Es sei "völliger Quatsch", dass er kein "Mann für Eintagesrennen" sei, wie es BDR-Sportdirektor Burckhard Bremer angedeutet hatte. "Gerade aufgrund der Tatsache, dass mein Team nicht an der Tour de France teilgenommen hat, hätte ich mich gezielt auf Olympia vorbereiten können", erklärte der Profi des Astana-Teams.
Klöden plädierte für eine Reform der Nominierungskriterien. Er wies darauf hin, "dass in anderen Ländern die Teilnehmer von ehemaligen erfahrenen Profis und nicht von - zum Teil Radsport fremden Funktionären - nominiert werden".
Der 33-jährige Wahl-Schweizer aus Kreuzlingen, dessen Verhältnis zum BDR schon in der Vergangenheit nicht ungetrübt war, betonte, dass er gerne für Deutschland an den Start gegangen wäre: "Für eine olympische Medaille hätte ich vieles Andere hinten angestellt." In Peking gewannen die nominierten Athleten des BDR um den zweifachen Tour-Etappensieger Stefan Schumacher weder im Straßenrennen noch im Zeitfahren eine Medaille.
Quelle: sid
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