09.07.2010, 11:19 Uhr | dpa
Doch kein Weitsprung? Usain Bolt sprintet erneut in Rekordzeit ins Ziel und lässt sich feiern. (Foto: ap)
Er kann´s doch noch: Der dreifache Sprint-Olympiasieger und -Weltrekordler Usain Bolt hat beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Lausanne ein starkes Comeback gefeiert. Der 23 Jahre alte Jamaikaner sprintete beim 100-Meter-Lauf in 9,82 Sekunden durchs Ziel. Damit stellte er auch die Weltjahresbestzeit seines Landsmannes Asafa Powell ein. Insgesamt gab es bei hochsommerlichen Temperaturen sieben Weltbestleistungen.
Sechs Wochen musste Bolt pausieren. Um nicht zu riskieren, dass seine Probleme an der Achillessehne zurückkehren könnten, lief Bolt nicht wie vorgesehen die geplanten 200, sondern nur über 100 Meter. "Mein Arzt hat mir geraten, keine Kurve zu laufen", erklärte Bolt. Damit konnte er geschickt auch dem Amerikaner Walter Dix ausweichen. Der Olympia-Dritte hatte zuletzt Tyson Gay besiegt.
Für Bolt war Lausanne erst sein zweiter Diamond-League-Start. Im Mai hatte er in Shanghai das 200-Meter-Rennen in 19,76 Sekunden gewonnen. Bei seinem bislang einzigen 100-Meter-Start in dieser Saison war er beim World-Challenge-Meeting in Daegu/Südkorea nach 9,86 Sekunden ins Ziel gekommen.
Weltklasse waren auch zwei deutsche Athleten: Carolin Nytra vom Bremer LT lief in persönlicher Bestzeit in 12,57 Sekunden auf Platz zwei. Es war die schnellste Zeit einer Deutschen über 100 Meter Hürden seit vielen Jahren. Um Haaresbreite gewann die Kanadierin Priscilla Lopes-Schliep in 12,56 Sekunden. Stark trumpfte Stabhochspringer Malte Mohr auf. Der Zweite der Hallen-EM stellte mit 5,80 Meter seine persönliche Bestleistung ein und wurde Dritter. Weltmeister Steve Hooker aus Australien wurde Zweiter hinter dem Franzosen Renaud Lavillenie, der mit 5,85 Meter auf Platz eins landete.
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Die Weltjahresbeste Nadine Müller präsentierte sich nicht in Bestform und landete beim Diskuswerfen nur auf dem fünften Platz. Die 24-jährige WM-Sechste blieb mit 61,12 Metern unter ihren Möglichkeiten. Siegerin wurde die Kubanerin Yarelis Barrios mit 65,92 Metern.
Bestleistungen gab es fast am laufenden Band. Im Hochsprung stellten die Russen Ivan Uchow und Jaroslaw Rybakow mit 2,33 Meter die bisherige Bestmarke ein. Bei den Frauen verfehlte Olympiasiegerin Yargelis Savigne aus Kuba die 15-Meter-Marke nur um einen Zentimeter. Mit 14,99 Meter gelang ihr aber der bislang weiteste Dreisprung des Jahres.
Über 1500 Meter gab es sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Weltjahresbestleistungen. Die Äthiopierin Gelete Burka siegte bei Temperaturen um 30 Grad Celsius in 3:59,28 Minuten, der Kenianer Nicholas Kemboi setzte sich mit 3:31,52 Minuten durch. Über 3000 Meter gewann die Kenianerin Vivian Cheruiyot in 8:34,58 Minuten, keiner war 2010 schneller auf dieser Distanz.
Dies galt auch für ihren Landsmann Brimin Kiprop Kipruto, der die 3000 Meter Hindernis in blendenden 8:01,62 Minuten für sich entschied. Eine weitere Weltjahresbestzeit steuerte der Amerikaner Jeremy Warner bei, der die 400 Meter in 44,57 Sekunden rannte.
Quelle: dpa
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