01.08.2010, 20:02 Uhr | sid, dpa, t-online
Sicherte sich am Schlusstag der Leichtathletik-EM die Goldmedaille: Christian Reif (Foto: dpa)
Christian Reif glückte der Gold-Sprung, Robert Harting fand den Silber-Dreh, Ariane Friedrich holte Bronze vom Abendhimmel: Die deutschen Leichtathletik-Asse haben am finalen Super-Sonntag der Europameisterschaft in Barcelona noch einmal mächtig aufgedreht und die EM-Bilanz von Göteborg deutlich übertroffen. Insgesamt gewannen die Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) 16 Medaillen, darunter vier goldene.
Weitspringer Reif bot mit seinen 25 Jahren eine reife Leistung und wurde mit Gold belohnt: Mit 8,47 Metern verfehlte der Saisonaufsteiger den 30 Jahre alten deutschen Rekord von Lutz Dombrowski nur um sieben Zentimeter.
Harting hatte Pech und verpasste sein insgeheim erhofftes erstes EM-Gold um 40 Zentimeter. Trotz einer starken Sechser-Serie und 68,47 Meter verlor der 25-Jährige die WM-Revanche gegen Vizeweltmeister Piotr Malachowski: Der Pole triumphierte mit der Siegweite von 68,87. Hochsprung-Ass Ariane Friedrich wurde mit 2,01 Metern Dritte und war enttäuscht. Kroatiens Weltmeisterin Blanka Vlasic (2,03) stieg im Olympiastadion von 1992 auch zur Europameisterin auf.
Zuvor hatte die Sprintstaffel der Männer über 4 x 100 Meter Bronze geholt. Tobias Unger, Marius Broening, Alexander Kosenkow und Martin Keller mussten sich in 38,44 Sekunden nur den Franzosen mit dem neuen Sprintkönig Christophe Lemaitre (38,11) und Italien (38,17) geschlagen geben. Der 20-Jährige holte sein drittes Gold und ist damit der erfolgreichste Athlet dieser EM. Doch auch ein dritter Platz kann glücklich machen. "Wir sind super happy. Schön, dass es geklappt hat. Wir wollten unbedingt eine Medaille", sagte Startläufer Unger.
Der Verband ist mit den Leistungen der deutschen Athleten bei der EM in Barcelona zufrieden. zum Video
Auch die deutsche 4 x 400-Meter-Staffel der Frauen landete auf einem Medaillenrang. Fabienne Kohlmann, Esther Cremer, Janin Lindenberg und Claudia Hoffmann mussten sich in 3:24,07 Minuten nur Russland geschlagen geben und gewannen so die Silbermedaille. Auf Platz drei kam Großbritannien.
Die deutsche 4x400-Meter-Staffel lief indes nur um fünf Hundertstelsekunden an Bronze vorbei. Kamghe Gaba, Bastian Swillims, Eric Krüger und Thomas Schneider wurden in 3:02,65 Minuten nur knapp geschlagen Vierte. Gold holte Russland in 3:02,14 Minuten vor Großbritannien in 3:02,25 und Belgien mit Einzel-Europameister Kevin Borlee in 3:02,60.
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Die Frauen der Ukraine sicherten sich in 42,29 Sekunden den Europameistertitel über 4x100 Meter. Das Sprint-Quartett verwies überraschend die favorisierten Französinnen um 16 Hundertstelsekunden auf den zweiten Platz. Bronze ging in 42,68 Sekunden an Polen. Das Staffel-Gold hatte sich 100-Meter-Europameisterin Verena Sailer erhofft, doch im Vorlauf erreichte ihre Staffel nach einem Wechselfehler nicht das Ziel.
Mit einem bemerkenswerten Comeback hat der Schweizer Viktor Röthlin den Marathonlauf gewonnen. Der 35-Jährige hatte seinen Start in Barcelona erst acht Tage vor EM-Beginn bekanntgegeben, weil er im vergangenen Jahr unter anderem mit zwei Lungenembolien und einer Fersen-Operation zu kämpfen hatte. Röthlin siegte nach 2:15:31 Stunden mit großem Vorsprung vor dem Spanier José Manuel Martinez (2:17:50) und dem Russen Dimitri Safronow (2:18:16). "Nach alldem, was in der letzten Zeit passiert ist, ist das unglaublich. Ich bin zurück! Das fühlt sich großartig an", sagte der neue Europameister.
Die spanische 1500-Meter-Läuferin Nuria Fernandez bescherte Gastgeber Spanien noch eine Goldmedaille. Sie siegte in 4:00,20 Minuten vor Hind Dehiba aus Frankreich (4:01,17) und der zweiten Spanierin Natalia Rodriguez, die 4:01,30 Minuten schnell lief. Beim 5000-Meter-Rennen der Frauen gab es einen Doppelerfolg für die Türkei. Alemitu Bekele gewann in 14:52,20 Minuten vor Elvan Abeylegesse (14:54,44). Beide Läuferinnen sind in Äthiopien geboren. Abeylegesse hatte zuvor bereits Gold über 10.000 Meter geholt. Die Bronzemedaille ging an Sara Moreira aus Portugal (14:54,71).
Frankreich feierte bei der Leichtathletik-EM in Barcelona einen Doppelerfolg über 3000 Meter Hindernis: Mahiedine Mekhissi-Benabbad siegte in 8:07,87 Minuten vor seinem Landsmann Bouabdellah Tahri, der 8:09,28 Minuten schnell lief. Dritter wurde der Spanier José Luis Blanco, der 2006 in Göteborg EM-Silber geholt hatte, in 8:19,15 Minuten. Der deutsche Meister Steffen Uliczka aus Kiel wurde in persönlicher Bestzeit von 8:25,39 Minuten Siebter von zwölf Läufern.
Quelle: t-online.de , sid , dpa
Matze schrieb:
am 4. August 2010 um 17:36:47
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Jochen
Was meinst Du damit jetzt genau? Irgendwie verstehe ich Dich nicht so ganz.
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Matze schrieb:
am 4. August 2010 um 17:35:54
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Bernd
Es zwingt Dich ja niemand, Dir das anzuschauen. Oder etwa doch ? ;-)
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Jochen schrieb:
am 2. August 2010 um 11:23:42
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Medallienspiegel
Wenn ich mir den Medallienspiegel ansehe,frage ich mich was mit dem Geld der Sportförderung passiert,betriebswirtschaftlich
gesehen,die KOSTEN NUTZENRechnung!?
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