31.07.2010, 11:14 Uhr | sid, dpa
Beim Wechsel auf Verena Sailer passiert das Staffelstab-Malheur. (Foto: imago) (Quelle: Reuters)
Die deutsche 4x100-Meter-Staffel der Frauen ist bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Barcelona überraschend im Vorlauf gescheitert. Beim letzten Wechsel von Anne Möllinger auf Europameisterin Verena Sailer fiel der Staffelstab zu Boden, die Medaillenanwärter wurden disqualifiziert. Nach dem Start mit Yasmin Kwadwo und Marion Wagner hatte das deutsche Quartett noch auf Finalkurs gelegen. Bei der WM vor einem Jahr in Berlin hatte es die Bronzemedaille gewonnen. Im Finale am Sonntag (19.50 Uhr) sind nun die Staffeln aus Russland, Frankreich und Weißrussland favorisiert. Die Russinnen liefen in 43,23 Sekunden die schnellste Vorlauf-Zeit.
"Ich habe den Stab leicht gespürt, aber an der Außenkante der Hand, nicht in der Hand. Es wäre total falsch, Anne jetzt die alleinige Schuld zu geben. Wenn, dann sind wir beide schuld", sagte Verena Sailer, die in der Vereinsstaffel zusammen mit Möllinger an der gleichen Position läuft und eigentlich eingespielt ist. (Alle Entscheidungen des Wochenendes im Überblick.)
Die Staffel der Männer über 4x100 Meter erreichte hingegen locker das Finale am Sonntag (19.35 Uhr). Tobias Unger, Marius Broening, Alexander Kosenkow und Martin Keller liefen dabei in 38,75 Sekunden die beste Vorlaufzeit. Frankreichs Staffel siegte im zweiten Vorlauf ohne Doppel-Europameister Christoph Lemaitre.
Auf der Strecke blieb überraschend Mitfavorit Großbritannien, das nach einem Wechselfehler als Fünfter im Rennen der Franzosen ausschied. Disqualifiziert wurde im deutschen Lauf auch Medaillenkandidat Italien. Die deutsche Staffel nahm kurzfristig eine Umbesetzung vor, nachdem sich 200-Meter-Spezialist Sebastian Ernst beim Aufwärmen eine leichte Oberschenkelzerrung zugezogen hatte. Für ihn kam Keller ins Team.
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Mit dem zweiten Wurf der Qualifikation erreichte Weltmeister Robert Harting das Diskus-Finale am Sonntag (19.45 Uhr). Nach 63,17 Meter, die im ersten Versuch wohl auch zum Weiterkommen gereicht hätten, erzielte der Berliner im zweiten Durchgang 66,93 Meter. Damit warf er weiter als Estlands Olympiasieger Gerd Kanter, der auf Anhieb nur 65,43 Meter geschafft hatte. "Ich bin in der Kürze der Zeit heute morgen noch nicht richtig warm geworden, deshalb lief es anfangs noch ein wenig ruppig", sagte Harting. "Beim ersten Versuch habe ich wahrscheinlich ein bisschen zu viel Kraft gespart. Da hat dann das Timing nicht gestimmt. Mit dem zweiten Wurf bin ich zufrieden. Damit kann ich beruhigt ins Finale gehen."
Mit glänzenden 6,68 Meter im Weitsprung ist Vize-Weltmeisterin Jennifer Oeser der erhofften Medaille im EM-Siebenkampf ein gutes Stück näher gekommen. Die 26-Jährige festigte mit ihrer dritten persönlichen Bestleistung nach fünf Disziplinen Rang drei und liegt vor dem Speerwurf und dem abschließenden 800-m-Lauf auf Kurs Richtung 6600 Punkte. Ihr bisheriger Hausrekord steht seit der WM in Berlin bei 6493 Zählern. Die Gesamtführung behauptete Weltmeisterin Jessica Ennis aus Großbritannien, die nach 6,43 Meter im Weitsprung 5065 Punkte aufweist. Zweite ist weiterhin Olympiasiegerin Natalja Dobrynska aus der Ukraine mit 4997 Zählern. 90 Punkte zurück folgt Oeser (4907), die ihrerseits deutlich vor der viertplatzierten Russin Tatjana Tschernowa (4762) liegt. Maren Schwerdtner ist Sechste (4600), Claudia Rath liegt auf Rang acht (4567).
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Die Litauerin Zivile Balciunaite wurde als Marathonsiegerin Nachfolgerin von Ulrike Maisch. Ebenso wie die lange verletzte und nun schwangere Rostockerin war auch sonst keine deutsche Läuferin über die 42,195 km am Start. Die 31-Jährige siegte in 2:31:14 Stunden vor der Russin Naila Julamanowa. Bronze gewann die Italienerin Anna Incerti. Viele Weltklasseläuferinnen wie Irina Mikitenko, zweimalige Siegerin der mit 500.000 Dollar dotierten World Marathon Majors-Serie wegen der lukrativen Preisgeld-Rennen im Herbst nicht am Start.
Als Siebter im ersten Vorlauf der 4x100-Meter-Staffel der Frauen schied Slowenien mit Schlussläuferin Merlene Ottey in 44,30 aus. Mit 50 Jahren ist die gebürtige Jamaikanerin die älteste EM-Teilnehmerin aller Zeiten. Die zweimalige 200-Meter-Weltmeisterin Ottey hat in ihrer bewegten Karriere insgesamt 29 Medaillen bei fünf Olympischen Spielen (9), sechs Weltmeisterscbaften (14) und vier Hallen-Weltmeisterschaften (6) gewonnen. In 11,74 Sekunden hatte Ottey noch in diesem Jahr einen Masters-Weltrekord für über 50-Jährige erzielt. (Zum Durchklicken: Schön und 50 - Sprint-Oma Merlene Ottey).
Quelle: sid , dpa
Benny schrieb:
am 31. Juli 2010 um 21:48:24
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Staffel
Kann passieren, ist auch nicht so einfach
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Frage schrieb:
am 31. Juli 2010 um 17:30:50
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Staffelstab
Warum darf man den Stab nicht aufheben und weiterlaufen. Der Läufer ist doch mit dem Zeitverlust genug bestraft. Blöder Sport!
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Rumbalotte schrieb:
am 31. Juli 2010 um 16:08:37
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Sprint-Staffel
Kann ja mal vorkommen!
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