22.01.2010, 07:23 Uhr
Konnte seinen Weltrekord in Dubai nicht verbessern: Haile Gebrselassie (Foto: imago)Ein über Nacht aufgetretenes Rückenproblem hat Haile Gebrselassies Weltrekordjagd beim Dubai-Marathon gestoppt. Obwohl der 36-jährige Äthiopier nach dem Aufstehen kaum laufen konnte, feierte er dank einer physiotherapeutischen Behandlung seinen dritten Sieg in Folge bei dem Rennen.
In 2:06:09 Stunden lief Haile Gebrselassie dabei Jahresweltbestzeit und kassierte eine Siegprämie von 250.000 Dollar. Seine Landsleute Chala Dechase (2:06:33) und Eshetu Wendimu (2:06:46) belegten die nächsten Plätze in Dubai.
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Auch bei den Frauen gewann eine Äthiopierin das höchstdotierte Marathonrennen der Welt: Mamitu Daska sicherte sich die 250.000-Dollar-Prämie mit einer Zeit von 2:24:18 Stunden. Ihr folgten Aberu Shewaye (Äthiopien/2:24:26) und Helena Kirop (Kenia/2:24:54). Wettbewerbe über kürzere Distanzen hinzugerechnet, gingen in Dubai bei warmen Temperaturen von rund 20 Grad 12.000 Läufer an den Start.
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"Ich bin dem Physiotherapeuten dankbar, denn durch die Behandlung am frühen Morgen konnte ich das Rennen immerhin noch gewinnen", sagte Gebrselassie, der auch nach dem Zieldurchlauf Schwierigkeiten hatte. "Laufen ging, bücken war aber kaum möglich. Irgendwie habe ich mich in der Nacht verlegen", erklärte der Äthiopier, der in seiner Karriere bisher 20 offizielle und sieben inoffizielle Weltrekorde aufgestellt hat. Die aktuelle Marathon-Bestzeit von 2:03:59 Stunden war Gebrselassie 2008 in Berlin gelaufen.
Diese Rekordzeit zu unterbieten, war ursprünglich sein Ziel in Dubai. Dafür hatten die Veranstalter - wie schon in den vergangenen beiden Jahren - eine Rekordprämie von einer Million Dollar ausgesetzt. "Ich bin mit den Tempomachern mitgelaufen, aber ich habe die Pace nicht forciert. Aufgrund der Rückenprobleme habe ich zwischen Kilometer 20 und 25 meine Rekordabsichten aufgegeben. Ich konnte einfach nicht beschleunigen. So habe ich mich stattdessen darauf konzentriert zu gewinnen", erklärte Gebrselassie, der an der Halbmarathonmarke bereits einen Rückstand von gut 50 Sekunden in seinem Rekord-Fahrplan hatte.
Dass er zum dritten Mal in Folge in Dubai die Dollar-Million verpasste, störte ihn nicht. "Der Rekord wäre mir wichtiger als die Million", sagte der Äthiopier, der ankündigte: "Ich werde weiter versuchen, meinen Weltrekord zu brechen und im Herbst einen neuen Anlauf nehmen." Wo er dann starten wird, steht noch nicht fest. "Wir haben noch nichts besprochen, aber ein erneuter Start in Berlin ist natürlich eine Möglichkeit", sagte sein Manager Jos Hermens. Den Berlin-Marathon hat der Äthiopier zuletzt viermal in Folge gewonnen.
Quelle: dpa
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