31.05.2011, 21:39 Uhr
Vorneweg: Auch wenn Usain Bolt (Zweiter von rechts) in Ostrau siegte. Spitzenleistungen boten andere. (Foto: Reuters)
Es war der zweite Sieg für Usain Bolt. Dennoch stand Jamaikas Superstar beim Leichtathletik-Meeting in Ostrau im Schatten von Landsfrau Veronica Campbell-Brown. Während sich der dreifache Weltmeister und Olympiasieger über 100 Meter wie schon in Rom in für ihn mäßigen 9,91 Sekunden zum Sieg mühte, schaffte Campbell-Brown in 10,76 Sekunden den Sprung auf Platz acht der ewigen Bestenliste. Aus deutscher Sicht sorgten Raul Spank und Matthias de Zordo für die Höhepunkte.
Unter den Augen seiner Weltrekord-Vorgänger Donovan Bailey und Maurice Greene zeigte sich Bolt fünf Tage nach seinem durchwachsenen Saisoneinstand erneut weit von seiner Spitzenform entfernt. Der 24-Jährige, der bei der WM 2009 die Weltbestmarke auf 9,58 Sekunden gedrückt hatte, startete schwach und setzte sich letztlich mit sechs Hundertstel Vorsprung vor Landsmann Steve Mullings (9,97) durch. Dessen Jahres-Weltbestzeit (9,89) hat damit weiter Bestand.
Eine halbe Stunde zuvor hatte Campbell-Brown für die sportlich wertvollste Leistung bei der 50. Auflage des Golden-Spike-Meetings gesorgt. Die 200-m-Olympiasiegerin lief die schnellsten 100 m seit September 2009, als Carmelia Jeter in Shanghai in 10,64 auf Platz zwei der ewigen Bestenliste gestürmt war. Jeters Welt-Jahresbestleistung verbesserte Campbell-Brown gleich um eine Zehntel.
Für weitere Saisonbestmarken in Ostrau sorgten der Südafrikaner LJ van Zyl, der über 400 m Hürden in 47,66 Sekunden exakt so schnell wie im Februar in Pretoria war, und Speerwerferin Maria Abakumowa mit 65,81 m.
Der WM-Dritte Raul Spank meisterte im Hochsprung 2,32 Meter unterdessen gleich im ersten Versuch und musste sich erst im Stechen um Platz eins dem höhengleichen Hallen-Weltmeister Iwan Uchow geschlagen geben. Spank erfüllte zugleich als zweiter deutscher Hochspringer nach Eike Onnen die Norm für die WM in Daegu (27. bis 4. September).
Speerwerfer Matthias de Zordo lag mit 85,78 mehr als drei Meter über der WM-Norm (82,50) und setzte sich souverän vor Finnlands Ex-Weltmeister Tero Pitkämäki (82,31) durch. Der Vize-Europameister aus Saarbrücken erzielte damit die zweitbeste Weite dieser WM-Saison. "Das war perfekt, aber auch eine schwere Geburt", sagte de Zordo und ergänzte: "Ich hatte ein gutes Gefühl, aber bei den ersten Versuchen sah es nicht nach diesem Sieg aus."
Den Stabhochsprung der Frauen gewann Hallen-Vizeeuropameisterin Silke Spiegelburg, die sich mit 4,60 m auf Platz drei der von Fabiana Murer (4,65) angeführten Weltrangliste vorschob. "Ich bin froh, dass es von Wettkampf zu Wettkampf bergauf geht. Meine Vorbereitung war nicht ganz einfach, da ich mein Trainingslager aus Krankheitsgründen abbrechen musste", sagte Spiegelburg. Für den vierten deutschen Sieg in Ostrau hatte bereits am Montag Hammer-WeltrekordlerinBetty Heidler mit dem zweitbesten Resultat ihrer Karriere (77,22) gesorgt.
Kubas Olympiasieger Dayron Robles feierte derweil über 110 m Hürden einen souveränen Sieg, blieb aber in 13,14 Sekunden deutlicher über seinem Weltrekord (12,87), den er 2008 an gleicher Stelle aufgestellt hatte. Weltmeisterin Sanya Richards kassierte nach Platz fünf in Rom über 400 m erneut eine empfindliche Niederlage und wurde in 50,98 Sekunden nur Dritte beim Sieg ihrer Landsfrau Francena McCorory (50,64). Über 3000 m Hindernis verpasste der Kenianer Paul Kipsilie Koech die Jahres-Weltbestzeit seines Landsmannes Brimin Kiprop Kipruto in 8:02,55 Minuten um 27 Hundertstel.
Quelle: sid
LeichtathletikFan schrieb:
am 1. Juni 2011 um 09:14:29
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schwache 9,91 ??
Die LA ist ja schon eine Randsportart geworden. Der Autor des Artikels zeigt
dies deutlich! Der Bolt hatte selbst ein für
ihn schlechetn Start. Gibt "Zwischengas" und gewinnt noch mit 9,91 sec. und das am Saisonanfang ! Der Rest der Welt ist immer noch froh unter 10,00 zu laufen.
Ball flach halten, Bolt ist Ausnahmeläufer, aber der kann auch nicht täglich 9,60 laufen!!!
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