02.09.2011, 14:50 Uhr
Robert Harting hatte im Diskusring keine ernsthafte Konkurrenz. Keine Ausnahme, eher die Regel bei der Leichtathletik-WM der fehlenden Stars und stürzenden Favoriten in Daegu. Ein großer Teil der Siegerleistungen ist schwächer als bei den von drei Weltrekorden gekrönten Titelkämpfen 2009 in Berlin oder gar der glanzvollen WM mit fünf Bestmarken 1993 in Stuttgart. Wenn Betty Heidler im Hammerwurf-Finale am Sonntag keinen Weltrekord produziert, geht die 13. WM wohl als die vierte ohne neue Bestmarke in die Annalen ein.
Entscheidender Grund könnten die drei Wochen vor Daegu angekündigten Blutkontrollen für alle der 1945 gemeldeten WM-Teilnehmer sein. "Darüber wird von vielen spekuliert. Keiner weiß es wirklich. Doch der Anti-Doping-Kampf zeigt ganz sicher Wirkung", sagt Helmut Digel, seit 16 Jahren in der Führungsmannschaft des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF.
"Auch unter unseren Athleten und Trainern wird das Thema Blutkontrollen hier heiß diskutiert", sagt Herbert Czingon, der für Wurf, Sprung und Mehrkampf zuständige Cheftrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Der Stabhochsprung-Experte räumt zwar ein, dass suspekte Athleten die verbotenen Substanzen schon in den Monaten davor einnehmen würden, um in den entscheidenden Trainingsphasen ein höheres Pensum leisten zu können. Doch er weist auch darauf hin, dass es gute Gründe geben kann, bis kurz vor der WM zu dopen: "Die Blutkörperchen haben nur eine begrenzte Haltbarkeit."
"Die angekündigten Bluttests zeigen sicher ihre Wirkung. Das Gute daran ist, dass unsere deutschen Athleten von der Entwicklung profitieren. Viele bewegen sich im Bereich ihrer Bestleistung und spielen eine gute Rolle in Daegu", sagt DLV-Präsident Clemens Prokop. Digel, der zehn der 13 Weltmeisterschaften erlebte, sagt: 'Mir ist das im Vergleich zu anderen Weltmeisterschaften eher schwache Niveau auch aufgefallen", doch er warnt: "Wir haben hier hervorragende Wettkämpfe mit großartigen Duellen gesehen, man darf das Niveau einer Sportart oder einer WM nicht in erster Linie an den überragenden Leistungen oder den Weltrekorden festmachen, die sicher nur in den jungen Disziplinen möglich sind wie im Hindernislauf oder Hammerwurf der Frauen."
In bislang 27 Entscheidungen vor dem Schluss-Wochenende waren nur acht Siegerleistungen besser als vor zwei Jahren in Berlin, in 21 vergleichbaren Disziplinen nur neun besser als 1993 in Stuttgart. Am Donnerstag wurden über 400 Meter Hürden der Männer und 1500 m der Frauen die schlechtesten Siegesleistungen der WM-Geschichte registriert. In Daegu ist auch die hohe Luftfeuchtigkeit leistungsmindernd, die Läufe ab 1500 m beeinträchtigt.
In den Sprints und vor allem dem Weitsprung der Frauen narrte der drehende Wind die Athleten. Und auch die neue Fehlstart-Regel, am Finaltag der Berliner WM von der IAAF beschlossen, zeigt ihre Wirkung. Viele Sprinter trauen sich nicht mehr, wie früher mit dem Knall ins Rennen zu stürzen. Oder werden wie Weltstar Usain Bolt von der Startpistole gestoppt.
Quelle: sid
immer schrieb:
am 4. September 2011 um 08:27:10
(0)
(0)
besser
eines tages dann die 100 m in 3 sec??menschen mit 3m usw.-- es liegt auf der hand ,dass auf natürliche weise kaum noch deutliche
steigerungen möglich sind. es geht mehr um das sporterlebnis und den wettkampf. die rekorde werden immer seltener erreicht bzw. überboten. wie lange werden wohl bolts und griffith. joyners sprint rekorde stehen.?
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de
Diese hübschen Sportlerinnen traten in Daegu an. zur Foto-Show