26.08.2011, 12:07 Uhr
Ein Blick ins Innere des Stadions von Daegu. (Quelle: dpa)
Am Wochenende beginnt die Leichtathletik-WM mit 72 Teilnehmern aus Deutschland. Den Schwung von Berlin mitnehmen, die Chancen in Fernost nutzen und Lust auf Olympia in London machen: Zwei Jahre nach dem erfolgreichen Heimspiel muss sich das verjüngte deutsche Leichtathletik-Team bei den Weltmeisterschaften in Südkorea bewähren.
Die Verbandsfunktionäre scheuen vor dem Auftakt eine Medaillenprognose und nehmen Klagen über die Bedingungen im Trainingslager gelassen.
"Unser Maßstab sind zunächst nicht die Medaillen. Für uns ist wichtig, dass möglichst viele an ihre Leistungsfähigkeit herankommen und sie auch übertreffen", sagte DLV-Vizepräsident Günther Lohre in Daegu.
Gleich neun Neulinge stehen im Team, das Durchschnittsalter liegt bei 25,5 Jahren. "Wir haben eine sehr junge, sehr schlagkräftige Mannschaft am Start", betonte Verbandschef Clemens Prokop. Für Lohre ist die Wettkampf-Erfahrung, die Talente bei einer WM sammeln können, extrem wichtig: "Man tut sich beim zweiten Mal viel, viel leichter", sagte er.
2009 in Berlin hatten die DLV-Asse neunmal Edelmetall geholt. Diskus-Riese Robert Harting ist nach dem Rücktritt von Speerwerferin Steffi Nerius der einzige Titelverteidiger. Prokop hatte im Vorfeld der WM auf das Gesetz der Serie gehofft, nachdem es 2005 fünf, 2007 sieben und 2009 neun Medaillen gegeben hatte und es demnach nun elf werden könnten. "Das war natürlich nur ein Scherz", sagte er nun. Die sportlichen Erwartungen zu äußern, "das ist ein bisschen wie Kaffeesatz-Leserei".
Für den früheren Stabhochspringer Lohre ist zumindest in einem Punkt eine Steigerung gegenüber Berlin drin: "Trotz der Medaillen haben dort relativ wenige ihr eigentliches Potenzial erreicht. Ich hoffe, dass uns dies in diesem Jahr gelingt."
Ausgerechnet die größte Titelhoffnung des DLV, Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler, hatte kurz vor dem WM-Startschuss für Aufsehen gesorgt: Die Frankfurterin reiste vier Tage früher als geplant vom Trainingscamp auf der südkoreanischen Ferieninsel Jeju nach Daegu. "Wenn man dann so schlechte Trainingsbedingungen hat und nur improvisieren muss, ist man angefressen", sagte die Goldmedaillen-Gewinnerin von Osaka 2007. Heidler hatte zusammen mit Mitstreiterin Kathrin Klaas die schlechten Gegebenheiten auf der Wurfanlage beklagt.
Man könne es, so Lohre, bei so einer großen WM nicht jedem recht machen. "Ich denke, insgesamt war das Trainingslager richtig gut. Ich hoffe, dass sich das auch auf die Leistungen positiv auswirkt." Hammerwerfer Markus Esser erklärte: "Mich hat das weniger gestört als die Mädels. Wir können eben nicht alles, was wir in Deutschland haben, auf die Insel rüberbringen."
Quelle: dpa , t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de
Diese hübschen Sportlerinnen traten in Daegu an. zur Foto-Show