07.07.2009, 15:49 Uhr
Ariane Friedrich hofft auf Edelmetall in Berlin. (Foto: imago)Hochspringerin Ariane Friedrich und ein halbes Dutzend weiterer Medaillen-Kandidaten führen das deutsche Team bei der Leichtathletik-WM an. Momentan umfasst die Mannschaft 74 Starter, wird aber für die vom 15. bis 23. August stattfindende WM noch wachsen.
Die Rekord-Teilnehmerzahl von 95 Sportlern bei der WM 1995 in Göteborg wird allerdings verfehlt. "Es nutzt nichts, wenn wir eine Rekordzahl nominieren und dann keine Leistungen abgeliefert werden" sagte Sportdirektor Jürgen Mallow.
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Mehrere Kandidaten werden nach der DLV-Gala in Wattenscheid am 2. August noch vergrößern, da der Deutsche Leichtathletik-Verband DLV bei der ersten Nominierungsrunde konsequent auf die Benennung einiger Sportler verzichtete, die die Normen erst einmal erfüllt haben. So wurden noch keine Einzelstarter für die 100-m-Sprints nominiert. "Ich rechne am Ende mit 85 plus x Teilnehmern", sagte Sportdirektor Mallow. Die einzige Ausnahme machte der DLV bei der Nominierung der 4x400-Meter-Staffel der Frauen, die bisher die Norm knapp verfehlt hatte. Damit sind alle vier Staffeln bei der WM dabei.
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Es fehlt noch Hürdenmeisterin Carolin Nytra auf der Nominierungsliste, die bei den nationalen Titelkämpfen in Ulm mit 12,78 Sekunden eine Glanzzeit gelaufen war, damit aber erst zum ersten Mal die Norm geknackt hatte. "Natürlich ist sie dabei, davon können Sie ausgehen", bestätigte Mallow. Das Publikum wird also auf jeden Fall auch in Berlin das deutsche Traumpaar feiern können: Ihr Freund, der 8,49-Meter-Weitspringer Sebastian Bayer, steht bereits auf der Nominierungsliste.
Am härtesten war das Ausscheidungsrennen bei den Stabhochspringern, bei denen mit Björn Otto und Tim Lobinger zwei prominente Norm-Erfüller auf der Strecke blieben. Hingegen wurde Malte Mohr nominiert, der in Ulm nur Zehnter geworden war, aber zuvor bereits 5,80 Meter gesprungen war und bei der Team-EM überzeugt hatte.
Neben Gold-Hoffnung Ariane Friedrich hoffen vor allem die Werfer in Berlin auf Edelmetall. Aussichtsreich ins Rennen gehen die Titelverteidigerinnen Betty Heidler (Hammer) und Franka Dietzsch (Diskus), Diskus-Vize-Weltmeister Robert Harting, sowie Speerwerferin Christina Obergföll, die im vergangenen Jahr mit Bronze die einzige Olympia-Medaille erkämpft hatte. Vor zwei Jahren in Osaka hatten die Deutschen sieben WM-Medaillen (2/2/3) gewonnen - bis auf Stabhochspringer Danny Ecker sind alle wieder dabei.
Quelle: dpa
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