02.09.2011, 13:21 Uhr
Leichtathletik-WM in Daegu: Goldjunge David Storl realisiert erst langsam seinen Erfolg im Kugelstoßen.
David Storl hat bei der Leichtathletik-WM in Daegu als erster Deutscher den Weltmeistertitel im Kugelstoßen gewonnen. Mit der persönlichen Bestweite von 21,78 Metern triumphierte der 21-Jährige im Finale und düpierte die gesamte Weltelite. Zweiter wurde Dylan Armstrong aus Kanada vor dem Weißrussen Andrej Michnewitsch. "Ich bin genauso überrascht wie nach der Qualifikation. Jetzt will ich den Augenblick erst einmal genießen", sagte Storl nach seinem Triumph.
Ralf Bartels, der vor zwei Jahren in Berlin WM-Bronze gewonnen hatte, musste sich diesmal mit 20,14 Metern und dem zehnten Platz zufrieden geben. (Die Entscheidungen des siebten Wettkampf-Tages um Überblick)
Der Youngster gewann damit in sensationell Daegu das zweite deutsche Gold nach Diskuswerfer Robert Harting. Storl bewies dabei starke Nerven. Sein erster Stoß war ungültig, mit 21,60 Meter schockte er dann im zweiten Versuch die Konkurrenz. Der Weltjahresbeste Armstrong konterte und setzte sich mit seinem letzten Stoß an die Spitze des Feldes. Doch Storl verbesserte im letzten Versuch erneut seine persönliche Bestleistung und lag in der Endabrechnung 14 Zentimeter vor Armstrong.
"Ich war schon ein bisschen nervös, als der Kanadier weiter gestoßen hat", sagte Storl anschließend. Doch dann kam Hilfe aus dem eigenen Lager. Bartels, der die finalen drei Würfe als Zehnter mit 20,14 Metern verpasste, blieb im Innenraum, weil er dachte: "Heute passiert etwas ganz Großes. Und jetzt kann ich sagen: Ich war dabei." Er wollte Storl nicht alleine lassen und stand ihm mit Rat zur Seite. Mit Erfolg. "Ralf hat mir sein Geheimnis erklärt. Aber das bleibt ein Betriebsgeheimnis", sagte Storl.
Nur soviel gab der jüngste Kugelstoß-Weltmeister aller Zeiten preis: "Ich habe mich im Training schon gut gefühlt, da habe ich aus dem Stand 21 Meter gemacht", sagte der "mega-stolze" Sensationssieger und schüttelte fassungslos den Kopf: "Das werde ich erst in ein, zwei Wochen realisieren." Storl stieß schon als Bester in der Qualifikation mit 21,50 Metern so weit wie nie zuvor. Im Finale packte der 21-Jährige cool wie ein Eisbeutel erst zehn und dann im letzten Versuch nochmal 18 Zentimeter drauf.
Nach seinem Sieg lief er jubelnd zur deutschen Fankolonie, fiel seinem Trainer Sven Lang in die Arme und stellte sich mit der Deutschland-Fahne für die Fotografen in Siegerpose. Trainer Lang hatte es bei den selbst für ihn unglaublichen Steigerungen nicht mehr auf dem Sitz gehalten. "Ein Quantensprung. Das ist absolut verrückt. Als Olympiasieger Udo Beyer vor zwei Monaten sagte, David würde 2012 Olympiasieger, dachte ich, der spinnt. Aber jetzt muss ich sagen: diesem Kerl ist alles zuzutrauen."
Quelle: sid , dpa , dapd
Feistl schrieb:
am 2. September 2011 um 23:29:29
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Danke Til
Das nenn ich doch mal einen guten Kommentar. Da gibt es ja doch einen Experten im Forum. Danke für den Hinweis. Werde demnächst
Eiskugeln nur noch stoßen und nicht werfen (Scherz!)
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Ergo schrieb:
am 2. September 2011 um 18:35:19
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Klasse
Playstations zu Kugeln. Obwohl die neue Disziplin, Playstation Weitwurf auch dem Absatz dieser Zeitvernichtenden Erfindung zu Gute käme.
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Ergo schrieb:
am 2. September 2011 um 18:07:38
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Kugelschubser
Toller Sport, aber irgendwie einseitig...vielleicht sollte man diese Disziplin mit einer zusätzlichen einfachen
Dreisatz-Aufgabe aufwerten.
Trotzdem, Glückwunsch an den Athleten !
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