11.02.2012, 18:15 Uhr
Liverpools Luis Suarez (li.) verweigert ManUniteds Patrice Evra (Nummer 3) den obligatorischen Handschlag vor dem Spitzenduell. (Quelle: dapd)
Hässliche Geste vor dem Top-Spiel in der Premier League: Luis Suarez vom englischen Rekordmeister FC Liverpool hat Sekunden vor dem Anpfiff des Spitzenspiels bei Manchester United für den nächsten Eklat gesorgt. Der Stürmer aus Uruguay verweigerte United-Kapitän Patrice Evra den obligatorischen Händedruck und setzte damit seinem unrühmlichen Verhalten der letzten Wochen die Krone auf. Manchester United setzte sich im Spitzenspiel letztendlich mit 2:1 (0:0) durch und ist neuer Tabellenführer. (Lesen Sie auch die Kolumne: "Das Rassismus-Problem der Premier-League")
Der sichtlich irritierte und aufgebrachte Evra versuchte noch, Suarez am Arm zu packen, dieser wandte sich aber sofort ab. Im Gegenzug verweigerte United-Verteidiger Rio Ferdinand dem Südamerikaner den traditionellen Handschlag vor Spielbeginn.
Die beiden Streithähne waren schon einmal heftig aneinandergeraten. Suarez wurde nach dem Hinspiel am 15. Oktober 2011 (1:1) gegen die Red Devils vorgeworfen, den dunkelhäutigen Franzosen Evra mit dem Wort "Neger" rassistisch beleidigt zu haben.
Daraufhin hatte der englische Fußballverband FA dem Uruguayer eine Acht-Spiele-Sperre sowie eine Geldstrafe in Höhe von 40.000 Pfund, etwa 48.000 Euro, aufgebrummt. Nun trafen die beiden Profis das erste Mal wieder aufeinander, für Suarez war es das erste Spiel von Beginn an seit Ablauf der Sperre.
Fußball gespielt wurde auch: ManUnited-Superstar Wayne Rooney schoss die Red Devils fast im Alleingang an die Tabellenspitze. Der englische Nationalstürmer, der seine Saisontreffer 16 und 17 erzielte, war per Doppelschlag in der 48. und 51. Minute erfolgreich. Ausgerechnet Suarez erzielte in der 80. Minute den Anschlusstreffer.
Durch den Dreier gegen die Mannschaft von der Anfield Road übernahm ManUnited mit 58 Punkten die Tabellenführung vom Lokalrivalen City, der erst am Sonntag bei Aston Villa antritt. Der 38-jährige Waliser Ryan Giggs, der erst am Freitag seinen Vertrag bei United um ein weiteres Jahr verlängert hatte, bereitete per Eckball das 1:0 vor. Antonio Valencia bediente nur drei Minuten später wiederum Rooney, der erneut vollstreckte.
In der Halbzeitpause mussten Polizei und Ordner die aufgebrachten Spieler beider Teams auf dem Weg in die Kabine voneinander trennen, nachdem Evra versucht hatte, Suarez zur Rede zu stellen. Auch nach dem Abpfiff gab es unschöne Szenen, als Evra den Sieg seiner Mannschaft ausgiebig feierte und damit offenbar Suarez provozieren wollte. Erneut mussten Sicherheitskräfte die Spieler vom Feld begleiten.
Manchesters Trainer Sir Alex Ferguson empörte sich nach der Partie: "Suarez ist eine Schande für den FC Liverpool, er sollte nicht mehr für diesen Verein spielen dürfen." Suarez habe eine schreckliche Atmosphäre geschaffen, er hätte damit Ausschreitungen auslösen können. "Er sollte sich schämen", fügte Ferguson an.
Derweil sorgte Superstar Thierry Henry in seinem letzten Ligaspiel für den FC Arsenal vor seiner Rückkehr zu Red Bull New York für einen Paukenschlag. Der 34 Jahre alte Franzose erzielte beim 2:1 (0:0) der Londoner beim FC Sunderland den Siegtreffer in der 90. Minute. James McClean (70.) hatte die Gastgeber in Führung geschossen. Nationalspieler Per Mertesacker wurde kurz danach ausgewechselt, sein Ersatz Aaron Ramsey erzielte den Ausgleichstreffer (75.) für Arsenal.
Der Fünfte Newcastle United (42) kam beim Dritten Tottenham Hotspur (53) mit 0:5 unter die Räder. Für den als Favorit auf den englischen Nationaltrainer-Posten gehandelten Spurs-Coach Harry Redknapp war das nach einem Freispruch vor Gericht die Krönung einer turbulenten Woche.
Wohl endgültig alle Titelhoffnungen begraben musste der FC Chelsea nach einem 0:2 (0:1) beim FC Everton. Nach den Gegentreffern des ehemaligen Dortmunder Bundesliga-Profis Steven Pienaar (5.) und Denis Stracqualursi (71.) haben die Blues auf Rang fünf - punktgleich mit Arsenal - bereits 15 Zähler Rückstand auf ManUnited.
Erst am Samstagabend spielte der Dritte Tottenham Hotspur gegen den Fünften Newcastle United. Im Tabellenkeller schöpft Schlusslicht Wigan Athletic (19 Punkte) durch einen 2:1 (1:0) beim Vorletzten Bolton Wanderers (20) wieder Hoffnung. Beim 2:1 (2:0) des FC Fulham gegen Stoke City erzielte der Ex-Stuttgarter Pawel Pogrebnjak (16.) den Treffer zum 1:0 der Gastgeber.
Quelle: dpa , sid , t-online.de
Werner schrieb:
am 11. Februar 2012 um 16:07:48
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(0)
Suarez
Mag er sein wie er will aber ich hätt dem Evra auch nicht die Hand gegeben, es gibt bis heute keine eineindeutigen Beweise die
belegen das es damals eine rasistische Beleidigung gegeben hatt. Und darauf hin 8 Spiele gesperrt worden zu sein ist unverständlich.
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Gerrit Jansen schrieb:
am 11. Februar 2012 um 15:41:22
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(7)
Suarez
ich komme aus den Niederlanden und da war er bei Groningen und ajax auch nicht der meist beliebte Spieler wegen solche Vorfälle
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