03.09.2008, 20:53 Uhr
Würde nicht nochmal beim FC Bayern unterschreiben: Lukas Podolski. (Foto: imago)Nationalstürmer Lukas Podolski hat sich nach der Kritik von Bayerns Manager Uli Hoeneß zur Wehr gesetzt. "Ich jammere nicht. Ich bin nur unzufrieden. Ich bin halt sauer, dass ich nicht von Anfang an spiele, sondern auf der Bank sitze", sagte der Edelreservist des FC Bayern der "Bild"-Zeitung.
Auf die Frage, ob er mit dem jetzigen Wissen nochmal zum Rekordmeister wechseln würde, antwortete Podolski: "Wenn ich wüsste, dass es dann wieder so läuft wie jetzt gerade, dann nicht. Nein, nochmal würde ich dann nicht unterschreiben."
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Von Uli Hoeneß ist der Ex-Kölner allerdings nicht enttäuscht: "Er will mir ja helfen und setzt sich rund um die Uhr dafür ein, dass die Mannschaft Erfolg hat. Aber von der sportlichen Situation bin ich enttäuscht, klar. Ich fühle mich wie ein Riesenrad. Es geht ständig auf und ab", sagte Podolski.
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Präsident Franz Beckenbauer traut dem Nationalspieler unterdessen trotz aller Probleme einen Durchbruch beim deutschen Meister zu. "Ich glaube an Lukas Podolski und weiß, dass er absolut das Zeug dazu hat, sich hier auch gegen Klose und Toni durchzusetzen", sagte Beckenbauer der Münchner Tageszeitung "tz". "Er ist ein toller Stürmer und nicht umsonst bei uns. Er hat das Zeug dazu, hier ein Großer zu werden und mit dem FC Bayern noch viele schöne und erfolgreiche Jahre zu verleben", sagte der Kaiser.
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Zugleich stellte sich Beckenbauer hinter Hoeneß, der mit dem 23-Jährigen zuletzt hart ins Gericht gegangen war. "Ich kann den Uli schon verstehen. Es geht natürlich nicht, dass sich ein Spieler oft beschwert und schlechte Laune hat." Hoeneß hatte Podolski ermahnt, sich nach Ablauf der Wechselfrist mit ganzer Kraft auf den FC Bayern zu konzentrieren. "Er muss hungrig sein, hungrig bleiben", sagte Hoeneß. "Lukas muss sich jetzt auf seinen Job konzentrieren und aufhören, in der Ecke zu jammern, schlecht gelaunt zu sein und über seine so schwierige Situation zu lamentieren."
"Ich bin froh, dass er hiergeblieben ist", sagte Beckenbauer über Poldi, der immer wieder mit seinem Heimatklub 1. FC Köln in Verbindung gebracht worden war. "Ehrlich gesagt glaube ich gar nicht, dass er so viel Heimweh hat und unbedingt weg wollte. Aber es ist nicht einfach für einen jungen Spieler, stets um den Stammplatz kämpfen zu müssen. Trotzdem darf er nicht aufgeben, muss im Training hart an sich arbeiten und dem Trainer zeigen, dass er nicht an ihm vorbeikommt."
Quelle: t-online.de , dpa
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