07.02.2012, 13:01 Uhr
Magdalena Neuners Popularität ist für sie zum Problem geworden. (Quelle: imago)
Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner sieht sich als Star wider Willen. "Ich wollte nie berühmt werden", bekannte die Doppel-Olympiasiegerin in einem Interview mit der Zeitschrift "Fit-for-Fun". Ihre große Popularität sei für sie schon länger ein Problem. "Hätten wir gewusst, was es bedeutet, berühmt zu sein, wer weiß, ob mich meine Eltern dann wirklich gelassen hätten", sagte Neuner.
Fans im eigenen Garten, die ohne Rücksicht auf ihre Privatsphäre an der Tür klingeln, zahllose Presse- und Sponsorentermine, intensives Training und eine lange Saison - der Leidenschaft für den Biathlon und dem Erfolg ordnete Neuner alles unter. "Schon mit 19 Jahren hatte ich kein eigenes Leben mehr, dafür aber Tage, an denen ich im Bett lag und dachte, ich stehe nie wieder auf", sagte die Sportlerin des Jahres.
Eines der großen Opfer sei für sie gewesen, "dass ich ein halbes Jahr meinen Freund praktisch nicht sehe. Aber wenn man jemanden liebt, ist es eben schwer, wieder wegzufahren. Nach dem Winter müssen wir uns jedes Mal neu kennenlernen."
Sportliche Ziele hat Magdalena Neuner nicht mehr. "Ich weiß nicht, wie ich mich noch motivieren soll", erklärte die Weltcup-Gesamtführende. Auf die Frage, ob sie jetzt einem Sport-Burn-out zuvorkomme, antwortete Neuner: "Das ist ganz normal. Da redet nur keiner drüber. Sport ist ein brutales Geschäft."
Ihr nächstes Rennen will die 24-Jährige in Kontiolahti bestreiten. Der Start Neuners, die beim letzten Weltcup in Oslo den Massenstart wegen einer Erkältung auslassen musste, ist bei den derzeit eisigen Temperaturen in Finnland aber noch nicht sicher.
Bevor sie am 18. März beim Weltcup-Finale im sibirischen Chanty-Mansijsk ihr letztes Biathlon-Rennen bestreitet und dann ihre Karriere beendet, freut sich die Ausnahme-Athletin erst einmal auf "eine total befreite" Heim-WM in Ruhpolding: "Ich hätte nichts gegen eine zwölfte oder dreizehnte Goldmedaille."
Nach ihrem Rücktritt will Magdalena Neuner nur noch das machen, wozu sie ich Lust hat. Beim FC Bayern München wird sie aber nicht anheuern. Ein Jobangebot für die Marketing-Abteilung des deutschen Rekordmeisters habe es nie gegeben. "Das ist eigentlich ein totaler Quatsch und existiert so nur in den Medien", sagte Neuner. Bayern-Präsident Uli Hoeneß habe sie nur einmal getroffen, und "da haben wir uns nicht darüber unterhalten".
Die amtierende Olympiasiegerin im Rennrodeln, Tatjana Hüfner, will Arnd das Rodeln näherbringen. zum Video
Quelle: dpa
Magda schrieb:
am 7. Februar 2012 um 19:33:38
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lena
ich verstehe immer nicht, warum einige sehr naive Menschen Leute wie Frau Neuner kritisieren, dass sie ja die ganze Zeit nur
"jammert" usw.
Mal ehrlich, ich bezweifle, dass sie sich aufzwängt, die Zeitungen drängen sich doch um ein Interview und ohne provokante und spezielle Fragen liest kein Mensch solch ein Interview. Deshalb kommt nunmal immer raus, dass sie keine Motivation mehr hat, warum sollte sie auch lügen und was anderes schreiben.
Ich wünsche ihr viel Glück für die Zukunft!
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Karl schrieb:
am 7. Februar 2012 um 19:32:29
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@Ebbhead
Sie sind sicher einer,die bei Frau Neuner an der Tür klingeln und glauben sie haben ein Recht darauf, weil sie ja mit ihrer Flasche
Bier vor dem Bildschirm sitzen
und ihr den Daumen drücken.Im wahrem Leben sind sie ein Bratwürstchen.
Wir,die wir ewentuel erahnen können,wie sich Magdalena Neuner für unsere Freude geschunden hat,können uns ohne Neid vor sie verbeugen. Danke Frau Neuner.
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Biathlon-Fan schrieb:
am 7. Februar 2012 um 19:31:09
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Star wider Willen
Wer nach Schießfehlern bis zur totalen Erschöpfung um den Sieg kämpft wie eine Löwin und dann noch gewinnt, verdient
allergrößte Hochachtung. Ihr Rücktritt ist jammerschade und ein ganz herber Verlust für den Biathlon-Sport. Auch wenn einige den Rücktritt kritisieren, hat sie dennoch ein Recht auf diese Entscheidung und auf ein Privatleben. Versteht vielleicht nicht jeder.
Dass sie nie ein Star sein wollte, macht die ohnehin sch sehr sympatische Sportlerin noch sympatischer. Lena, viel Glück.
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