28.07.2010, 07:16 Uhr | sid, dpa
Diego Armando Maradona ist nach nur zwei Jahren offiziell nicht mehr Trainer der Albiceleste. (Foto: ddp) (Quelle: imago)
Adios Diego Maradona - nach nicht mal zwei Jahren ist das Trainerexperiment mit der argentinischenNationalmannschaft für die Fußball-Legende beendet. Der nationale Verband ließ sich nicht auf die Forderungen des 49-Jährigen ein. AFA-Sprecher Cherquis Bialo verkündete das Ende der Zusammenarbeit - 24 Tage nach dem bitteren WM-Aus in Südafrika durch das 0:4 im Viertelfinale gegen Deutschland. Das Exekutivkomitee des Verbandes sei von AFA-Chef Julio Grondona informiert worden und alle 18 Mitglieder hätten daraufhin "einstimmig" beschlossen, den auslaufenden Vertrag Maradonas nicht zu verlängern, sagte Bialo.
Einen Nachfolger gab der Verband noch nicht bekannt. Maradona hatte zwar vor dem zweistündigen Treffen mit Grondona nach längerer Überlegung seine Bereitschaft zur Fortsetzung seines Engagements erklärt, allerdings dafür die weitere Zusammenarbeit mit seinen Assistenten zur Bedingung gemacht. "Wenn sie an meine Mitarbeiter wollen, bin ich weg", sagte der Coach in einem TV-Interview. Doch Grondona beharrte offensichtlich auf einer Trennung von Alejandro Mancuso und Hector Enrique.
Schon vor dem offiziellen Statement kursierten die Namen von potenziellen Nachfolgern. Das Sportblatt "Olé" titelte die "Liste der Retter". Schließlich steht bereits am 11. August in Irland das erste Testspiel nach der WM auf dem Programm. Dabei wird der bisherige Trainer der U 20, Sergio Batista, die Nationalelf betreuen, sagte Bialo. Allerdings nur als Interimscoach. Am 7. September empfängt Argentinien dann sogar Weltmeister Spanien. Wer auch immer Nachfolger des 49-Jährigen wird: Er muss die Argentinier zur WM im Land des Erzrivalen Brasilien 2014 führen.
Maradona wird die Mission "WM-Titel" nicht mehr in Angriff nehmen. Zum 48. Geburtstag hatte er den Posten im Oktober 2008 übernommen - ohne Trainerschein und praktisch ohne jegliche Erfahrung. Schon damals wurden Zweifel laut. Und sie hielten sich hartnäckig. Der Weltstar musste sich immer wieder kritische Fragen nach möglichen taktischen Defiziten gefallen lassen. Nach der nur mühsam geschafften Qualifikation für Südafrika beleidigte er dann anwesende Journalisten vor laufenden Kameras aufs Übelste. Der Weltverband FIFA sperrte ihn dafür wochenlang, Maradona wurde sogar zur unerwünschten Person bei der Endrunden-Auslosung erklärt.
Der argentinische Fußballverband trennt sich von seinem Nationaltrainer Diego Maradona. Der wollte eigentlich gern weitermachen. zum Video
Spätestens in Südafrika schien dann die Wende gekommen zu sein. Nach dem überzeugenden Testspielsieg im März gegen Deutschland heimste der Exzentriker mit seinem Team um Weltfußballer Lionel Messi einen Sieg nach dem anderen ein. Die Genugtuung war spürbar, die Lebensfreude sichtbar. Bis Deutschland kam. Nach der Rückreise nach Buenos Aires sprach Maradona bereits davon, dass sich ein Kreis schließe. Doch festlegen wollte sich der Exzentriker nicht, der bei der WM mit seinen Knutschattacken immer wieder auf sich aufmerksam gemacht hatte und mit seinem Team bei der Ankunft in Buenos Aires von zehntausenden Fans gefeiert worden war.
Selbst die Rückendeckung durch die argentinische Regierung soll für Maradona in den vergangenen Tagen schwächer geworden sein. "Die Regierung nimmt Abstand", titelte das Blatt "La Nacion" und zitierte den Stabschef, der vergeblich versucht haben will, Maradona nach der Rückkehr zu erreichen.
Die Fortsetzung des Engagements scheiterte vor allem an Maradonas Bedingungen. "Wenn sie an den Zeugwart ran wollen, wenn sie an den Masseur ran wollen, bin ich weg", hatte er schon vor dem entscheidenden Treffen mit Grondona verlauten lassen. Dem Vernehmen nach hatte es der Verbandschef aber vor allem auf Maradonas Assistenten, Kumpel Alejandro Mancuso und Ex- Nationalmannschaftskollege Héctor Enrique, abgesehen.
Zum Unwillen der "Hand Gottes", für die der Daumen nun nach unten zeigt. Auch wenn ein Verbandssprecher von einem herzlichen Gespräch zwischen den beiden Hauptdarstellern der wochenlangen Schauspiels gesprochen hatte - einigen konnten sich der eigenwillige Maradona und der mächtige Grondona nicht. Helden wollte er schaffen, hatte Maradona vor der WM angekündigt. Nun, nach 630 Tagen ist er aber selbst gefallen. Wieder einmal.
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Quelle: sid , dpa
Marc schrieb:
am 31. Juli 2010 um 02:03:33
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Der Beste
Jetzt hört mal auf hier über ihn herzugurken. Bei uns Deutschen gabs nicht mal einen Spieler der halb so gut wie Maradonna
fussball spielen konnte. Was er als Spieler geschafft, soetwas wird es nicht ein zweites Mal geben. Maradonna ist der godfather unter den fussballern. Er hat ein Grund seine Klappe aufzureissen weil er der beste Spieler war. Er wurde als der beste Spieler mit Pele zusammen des letzten Jahrhunderts gewählt. Auch wenn er als Trainer versagt hat, das ist völlig uninteressant.
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Kicker schrieb:
am 28. Juli 2010 um 15:57:53
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Maradona
Maradona hat bewiesen, dass man auch beim Fußball mit der Hand ein Tor erzielen kann. Mit einer großen Klappe Weltmeister zu
werden, das konnte er nicht beweisen. Aber unseren Spott hat er verdient.
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Buzz schrieb:
am 28. Juli 2010 um 15:45:10
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maradonna
Endlich muß er keinen Anzug mehr anziehen - das freut uns und vielleicht auch Ihn
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