21.11.2011, 17:06 Uhr
Spektakulärer Fahrerwechsel in der DTM: Der deutsche Champion und amtierende Meister Martin Tomczyk verlässt nach elf Jahren den Ingolstädter Autobauer Audi. Der 29-Jährige könnte nun wie bereits vielfach spekuliert für die kommende Saison im Deutschen Tourenwagen-Masters beim Rückkehrer BMW einsteigen. Tomczyk erklärte in einer Pressemitteilung aber nur so viel: "Ich habe die Meisterschaft für Audi nach elf gemeinsamen Jahren gewonnen", sagte der Champ. "Trotz dieses gemeinsamen Erfolges habe ich mich nun - nach reiflicher Überlegung - entschieden, eine neue Herausforderung anzunehmen."
Wie diese Herausforderung genau aussieht, kann bislang nur spekuliert werden. Bei BMW, das sich auch schon den DTM-Dritten Bruno Spengler aus Kanada von Mercedes angelte, wollte man wie üblich Gerüchte nicht kommentieren. "An Spekulationen beteiligen wir uns nicht", sagte BMW-Sprecher Jörg Kottmeier. Er verwies aber auf eine Pressemitteilung zu diesem Thema, die zu einem späteren Zeitpunkt in dieser Woche versendet werden könnte.
Tomczyk ist der Abschied von Audi nicht leicht gefallen. Er habe sich allerdings nach reiflicher Überlegung doch entschieden, zu gehen: "Ich möchte mich bei allen, die bei Audi mit mir zusammengearbeitet haben, bedanken und versichern, dass diese elf Jahre rückblickend etwas Besonderes waren", sagte Tomczyk.
Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich bedauerte derweil den Weggang seines Fahrers: "Dass er gerade jetzt, nach seiner erfolgreichsten DTM-Saison mit Audi, eine neue Herausforderung sucht, bedauern wir natürlich sehr", sagte Ullrich über den Sohn des ADAC-Sportpräsidenten Hermann Tomczyk. "Ich habe die Zusammenarbeit mit Martin stets genossen. Er ist ein Voll-Profi, den ich persönlich sehr schätze", betonte Ullrich.
Carlos Sainz sitzt bei der Jungfernfahrt im Polo R WRC in Trier am Steuer. zum Video
Martin Tomczyk startete seine DTM-Karriere 2001 als damals 19-Jähriger und bis dahin jüngster Pilot der DTM-Geschichte im Abt-Audi. Zwei Jahre später stieg er zum Werksfahrer auf. Seinen ersten DTM-Sieg fuhr Tomczyk 2006 ein, mittlerweile kann er auf sieben Rennerfolge zurückblicken. Drei davon gelangen ihm in der vergangenen Saison, als er mit einem Jahreswagen die Konkurrenz verblüffte und sogar vorzeitig den größten Erfolg seiner Karriere erzielte. "Ich freue mich, dass ich gemeinsam mit dem Team Phoenix 2011 den Meistertitel als Dank zurückgeben konnte", sagte Tomczyk.
Ullrich äußerte Verständnis für Tomczyks Entscheidung, "dass er nach elf besonderen Jahren bei Audi mit Höhen und Tiefen etwas Neues versuchen möchte". Er freue sich persönlich sehr, dass es Tomczyk mit dem Titelgewinn auch seinen Kritikern gezeigt habe. Er selbst habe immer an ihn geglaubt und wolle weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis zu Tomczyk haben, betonte Ullrich.
"Dass er die Versetzung zum Team Phoenix und in einen Jahreswagen am Anfang als Rückstufung empfunden hat, kann ich nachvollziehen. Aber es hat seiner Karriere, wie ich gehofft hatte, neue Impulse gegeben", sagte der Audi-Motorsportchef. Mit welchen Fahrern Audi 2012 an den Start gehen wird, soll sich in den nächsten Wochen entscheiden. Im Schweden Mattias Ekström und Timo Scheider stehen zwei DTM-Gewinner weiter unter Vertrag.
Quelle: dapd , sid , dpa
krusekind schrieb:
am 21. November 2011 um 14:37:45
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tomczyk
Der Martin ist ein Super Fahrer und wurde von Audi zur letzten Saison zurückgestuft. Er hat immer wieder für andere Fahrer bei
zurückstecken müssen da ist es kein Wunder das er lieber bei BMW fährt, schlechter kann es ihm dort auch nicht ergehen.Aber das er dieses Jahr Meister geworden ist zeigt doch seine Klasse , nur der Herr Ullrich von Audi scheint dieses nicht bemerkt zu haben . Tomczyk und Spengler bei BMW, da dürfen sich MB und Audi warm anziehen.
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Racer schrieb:
am 21. November 2011 um 13:52:48
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Tomczyk
wieder mal spielt nur das Geld eine Rolle. Schade!!!
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