09.01.2012, 13:09 Uhr
Auch Bundestrainer Joachim Löw (re.) hat Fehler bei der Debatte um Ex-Nationalspieler Michael Ballack zugegeben. (Quelle: dpa)
Doch noch ein Happy End für den Capitano? Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will sich für eine Versöhnung von Michael Ballack mit Bundestrainer Joachim Löw einsetzen. "Der DFB hat großes Interesse daran, dass alle Beteiligten miteinander ins Reine kommen", sagte Niersbach der "Bild"-Zeitung. Ein offizielles Abschiedsspiel für den ehemaligen Kapitän der deutschen Nationalmannschaft kann es nach den Verbandsregeln aber nicht mehr geben. Diese sind seit 1994 abgeschafft.
Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler lobte den Niersbach-Vorstoß. "Michael Ballack ist auch ein Vorbild. Und ich unterstütze die Pläne des zukünftigen DFB-Chefs Wolfgang Niersbach, ihn mit Jogi Löw zu versöhnen. Michael hat einen Abschied aus der Nationalmannschaft verdient, der seiner Karriere entspricht", schrieb Völler in seiner Kolumne für das Sportmagazin "Kicker".
Der Ex-Teamchef hatte sich bereits zuvor für einen Friedens-Gipfel eingesetzt und verlangte mehr als eine Geste für den 98-maligen Nationalspieler. "Das muss kein Abschiedsspiel sein, aber ein Fotoalbum und ein warmer Händedruck reichen sicherlich nicht aus", schrieb Völler.
Ballack war von Löw nach seiner Verletzung vor der WM 2010 nicht mehr für das Nationalteam berücksichtigt worden. Ein angebotener letzter Einsatz im Test gegen Brasilien (3:2) im August 2011 wurde von Ballack nach monatelangen, teilweise öffentlich ausgetragener Debatte um die DFB-Zukunft des 35-Jährigen abgelehnt.
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Löw hatte zuletzt sein Bedauern über diesen Verlauf geäußert und für ein Ende des monatelangen Streits mit dem 98-maligen Nationalspieler plädiert. "Ich hoffe, dass wir die Dinge irgendwann bereinigen. Wir alle, die daran beteiligt waren, hätten diese Sache besser lösen müssen, alle Beteiligten. So wie es kam und wie es momentan ist, ist es nicht zufriedenstellend. Alle, die in diesen Gesprächen involviert waren, haben es nicht geschafft", sagte der 51-jährige.
Auch Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sprach sich für einen ausführlicheren Abschied Ballacks als mit "Buch und Handschlag am Mittelkreis" aus. Ob es jedoch dazu kommt, ließ Ballack offen. "Es ist vorbei. Ich war schon immer ein Mensch, der bittere Dinge gut verarbeitet", sagte Ballack. "Trotzdem sind Dinge vorgefallen, die sind nicht mehr rückgängig zu machen. Ob man da jetzt mit einem Satz irgendwas ändert?"
Trotzdem kündigte Ballack nach den Versöhnungssignalen des DFB ein Gespräch mit Niersbach an. Am kommenden Freitag hat Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß zahlreiche Gäste zu einer großen Party anlässlich seines 60. Geburtstags eingeladen, auf der auch Ballack sein wird.
"Da wird es sicher ein Gespräch mit Wolfgang Niersbach geben", sagte der 35-Jährige im Trainingslager von Bayer Leverkusen in Lagos/Portugal. Ballack bestätigte, dass Niersbach "mehrfach versucht" habe, ihn telefonisch zu erreichen.
Quelle: dapd , sid , dpa
Lahm ist es nicht allein schrieb:
am 9. Januar 2012 um 20:30:27
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Warten auf Kehrtwende beim DFB
Lahm ist ein falscher ja, aber es gibt hier eine Steigerung von falsch, für die nicht einmal der Duden einen
passenden Begriff hat. Ein immer lächelndes Igitt. Der sich sonnt in anderer Leute Elend, manipuliert und intregiert. Er hätte es doch in der Hand gehabt. Warum wohl hat er nicht gehandelt, wie ein Chef handeln würde. Denkt mal nach. 10 Siege in 10 Spielen reichten uns ja wahrscheinlich dann doch.
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Was für ein Verein schrieb:
am 9. Januar 2012 um 20:27:09
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ändert euch endlich
Lustig. Jetzt ist es schon ein Friedensgipfel Ballack Niersbach. Den anderen Psycho Heini erwähnt ihr gar nicht mehr.
Vielleicht wird ja mit N. doch einiges anders. Der DFB wundert sich über Krawalle in Stadien. Er ist es, der niemandem mehr ein Vorbild ist. Keine Konsequenz oder Klarheit. Der im Machtranking des DFB auf den vorderen Plätzen sogar Trainer und Spieler ausweist. Ein Witz.
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Was würdet ihr tun schrieb:
am 9. Januar 2012 um 20:25:15
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lasst ihn in ruhe
Man stelle sich einmal folgende Situation vor. Alle, jemals ganz link entlassenen Arbeitnehmer erhalten einen Brief von
ihrem, diesem, Arbeitgeber. Darin teilt er mit. Na ja mein Guter, sie dürfen noch einmal in unsere Firma kommen. Einmal noch. Jetzt soll sich der melden, der sagen würde, ich schau noch mal vorbei. Dem könnte man tatsächlich einiges bescheinigen. Bestimmt aber keine Größe. Die Sache ist doch die. Ballack gibt Ruhe, er hat alles ertragen und geschluckt. Der DFB nicht.
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