17.01.2012, 11:32 Uhr
Für Michael Greis wird es ein Kampf gegen die Zeit. Wenn der dreimalige Olympiasieger nach seiner unfreiwilligen Wettkampf-Abstinenz in Antholz im Sprint wieder an den Start geht, dann sind es nur noch 40 Tage bis zum ersten Rennen bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Ruhpolding. Für Greis könnte es eng werden, denn noch hat der 35-Jährige das Ticket für die Heim-WM nicht in der Tasche.
"Antholz liegt mir ja normalerweise ganz gut. Von daher fahre ich vorsichtig-optimistisch nach Südtirol. Die Platzierungen sind für mich allerdings erst einmal nicht ganz so wichtig. Viel wichtiger ist, dass die Formkurve wieder in die richtige Richtung zeigt und dass das Körpergefühl stimmt. Dann kommt der Rest von allein", erklärte Greis.
Die ersten Weltcup-Rennen in diesem Jahr in Oberhof und Nove Mesto fanden allesamt ohne den Turin-Olympiasieger statt. Die Verletzung im Sommer, das gerissene Syndesmose-Band beim Fußballspielen, die folgende Operation und die sechswöchige Trainingspause wirkten nach. Greis brauchte Zeit zur Regeneration. In seiner Wahlheimat Ruhpolding, wo der Allgäuer seit zehn Jahren lebt, tankte er auf.
Bei den ersten drei Weltcup-Stationen in seiner vielleicht letzten Biathlon-Saison war Greis noch dabei gewesen. Läuferisch war er gar nicht so schlecht unterwegs, doch tolle Ergebnisse konnte er nicht verzeichnen. Rang zehn im ersten Verfolgungswettkampf - also die halbe WM-Norm - steht als Spitzenwert.
Nun hoffen auch seine Teamkollegen, auf eine erfolgreiche Rückkehr. "Er hat die Mannschaft mit seinen Leistungen in den letzten Jahren immer wieder rausgerissen. Wir hoffen, dass er in Antholz wieder gut einsteigt und da mal ein gutes Rennen macht. Das wäre für ihn und für alle wichtig", sagt Andreas Birnbacher. Mit bereits zwei Weltcup-Siegen ist Birnbacher in diesem Winter bester deutscher Skijäger. "Die Dichte ist so hoch im Feld, mit der Verletzung wird es nicht leichter, sich wieder ranzukämpfen. Aber ich hoffe, dass er es schafft."
Trotz allem wird sich Greis wohl keine allzu großen Sorgen machen müssen, für die Heim-WM trotz fehlender Qualifikation ausgemustert zu werden. "Bei so einer Frontfigur wie Michael Greis würde keiner gegen eine Nominierung argumentieren, das würde sich keiner anmaßen", sagte Chefbundestrainer Uwe Müssiggang. "Er hat alle Chancen. Aber wir würden ihn auch nicht mitnehmen, wenn er schlecht wäre."
Quelle: dpa
PeGo schrieb:
am 17. Januar 2012 um 18:48:50
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Greis
Langsam geht seine Karriere zu Ende. Er hat es aber anscheinend noch nicht begriffen? Er ist immer im Gegensatz zu seinen KollegInnen
derjenige, der sein Versagen dem Wetter oderdem Material/den Wachsern unterjubelt. Nur Selbstkritik ist ihm völlig fremd. Genau da liegt sein Problem!
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Grouch schrieb:
am 17. Januar 2012 um 18:37:22
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Michael Greis
Der Wiederaufbau von G bindet Resourcen die an anderer Stelle fehlen. G wird zu Lasten von jungen Talenten aufgebaut. Seine
letzten Auftritte waren reiner Aktionismus und Betrug an der Mannschaft und Betreuern. Daß Herr Müßiggang dies mitmacht kann ich nicht verstehen. Der Rücktritt jetzt von G würde noch von etwas Größe zeugen.
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dieter schrieb:
am 17. Januar 2012 um 18:07:56
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Michael Greis
Herr Greis hat mit Sicherheit Erfolge im Biathlon zu verzeichnen, sind aber mit Ergebnissen wie Sven Fischer oder Rico Gros
nicht zu vergleichen. Man sieht hier aber, wenn mann nur laut genug schreit, man wäre die Nummer 1. dann kommt man schon nach oben. Trainer oder Kollegen, die es wagen dagegen zu rebelieren werden abgeschoben.
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