11.08.2009, 09:27 Uhr
Michael Schumacher: "Bin zutiefst enttäuscht" (Foto: AP)Für die Ferrari-Fans bricht eine Welt zusammen. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher muss aufgrund seiner Nackenverletzung das angestrebte Comeback in der Formel 1 absagen. "Ich habe gestern Abend Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali darüber informieren müssen, dass ich nicht für Felipe einspringen kann", schreibt der Deutsche auf seiner Internetseite.
Er habe alles versucht, "dieses Comeback auf Zeit möglich zu machen, aber zu meinem größten Bedauern klappt es nicht."
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Die Schmerzen im Nacken, die nach dem privaten F1-Tag in Mugello auftraten, wären nicht in den Griff zu bekommen, erklärte Schumacher weiter. "Auch wenn wir alles versucht haben, was medizinisch und therapeutisch machbar ist." Bei einem Motorrad-Unfall im Februar habe er sich Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen. "Diese sind leider noch immer zu schwer. Daher kann mein Nacken den extremen Belastungen der Formel 1 nicht standhalten."
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Das habe sich im Verlauf der Untersuchungen, "die wir während der vergangenen beiden Wochen immer wieder angestellt haben, und der Abschluss-Untersuchung gestern Nachmittag deutlich gezeigt." Schumacher sei zutiefst enttäuscht. "Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und alle die Fans, die mir die Daumen gedrückt haben. Ich kann nur nochmals sagen, dass ich alles versucht habe, was in meiner Macht stand. Ich wäre gerne für Felipe eingesprungen. Jetzt bleibt mir nur, dem gesamten Team die Daumen für die nächsten Rennen zu drücken."
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Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hatte große Erwartungen an das Comeback Schumachers. "Ich bin sehr unglücklich darüber, dass dieses Problem bedeutet, das Michael nicht wieder Rennen fahren kann", sagte der Italiener. "In den vergangenen Tagen habe ich mich sehr über seine großartigen Bemühungen gefreut und seine außerordentliche Motivation, die sich auch im Team und unter den Fans in aller Welt weiter verbreitet hat. Seine Rückkehr wäre zweifellos gut für die Formel 1 gewesen, und ich bin sicher, er hätte wieder um Siege kämpfen können. Im Namen von Ferrari und allen Fans danke ich ihm für seine starke Bindung zum Team, die er unter diesen Umständen demonstriert hat."
Von Sutil bis MassReaktionen auf die Schumacher-Absage
Bei Ferrari brauchte man nicht allzu lange, um auf die Absage Schumachers zu reagieren. Wie der Rennstall in Maranello bekanntgab, wird der Italiener Luca Badoer in den verbleibenden Formel-1-Rennen dieser Saison für Ferrari an den Start gehen. Der Ferrari-Testpilot übernimmt vom Großen Preis von Europa am 23. August in Valencia an das Auto von Felipe Massa, der sich beim Großen Preis von Ungarn schwer verletzt hatte.
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