22.03.2011, 14:44 Uhr | dpa
Grund zur Freude: Michel Platini bleibt vier weitere Jahre UEFA-Präsident. (Foto: imago)
Michel Platini ist als Präsident der UEFA bestätigt worden. Er bleibt für weitere vier Jahre im Amt. Die Mitglieder des UEFA-Kongresses in Paris attestierten dem 55-Jährigen ihre Zustimmung per Akklamation. Einen Gegenkandidaten hatte der Franzose nicht. "Ich bin übermannt", sagte Platini.
Die Delegierten der 53 Mitgliedsverbände der UEFA hoben nicht einmal die Hand, um den neuen und alten Präsidenten in seinem Amt zu bestätigen. Per langanhaltendem Applaus wurde er wiedergewählt.
Platini hatte den wichtigsten Posten im europäischen Fußball 2007 nach einer Kampfabstimmung von Lennart Johansson übernommen. Die Vereinigung europäischer Proficlubs (ECA) begrüßte die Wiederwahl. "In seiner ersten Amtszeit hat Präsident Platini eine klare Vision für die Zukunft des europäischen Fußballs entworfen. Wir sind besonders zufrieden mit der Unterstützung und dem Verständnis, das er dem europäischen Vereinsfußball entgegengebracht hat. Wir freuen uns auf eine weiterhin exzellente Zusammenarbeit in der Zukunft", sagte ECA-Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.
Der Kapitän der französischen Europameister-Mannschaft von 1984 hat sich im europäischen Dachverband bislang als Reformer hervorgetan. Das wichtigste Projekt seiner zweiten Amtszeit ist die Regelung zum Financial Fair Play. Die Vereine sollen vor dem unkontrollierten Schuldenmachen bewahrt und die Chancengleichheit zwischen den europäischen Top-Ligen wieder hergestellt werden.
"Als Spieler habe ich viele intensive Momente erlebt. Einer meiner schönsten Momente war jedoch, als Sie mich vor vier Jahren zum Präsidenten dieser prestigeträchtigen Institution wählten", hatte Platini in seiner Begrüßungsrede auf dem 35. UEFA-Kongress im Grand Palais der französischen Hauptstadt gesagt.
Platini appellierte an die Politik, den Fußball im Kampf gegen Gewalt in Stadien und Wettbetrug zu unterstützen. "Bei diesen beiden großen Herausforderungen müssen wir einräumen, dass wir mehr denn je auf die Hilfe der staatlichen Behörden und der Politik angewiesen sind", sagte Platini. "Jedes Land sollte alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um Hooligans den Zutritt zu den Stadien zu verbieten. Jedes Land sollte einen Staatsanwalt ernennen, der für Fragen im Zusammenhang mit illegalen Wetten und Bestechung im Sport zuständig ist."
Große Ehre auch für DFB-Präsident Theo Zwanziger. Er zieht wie erwartet als Nachfolger von Franz Beckenbauer in das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes ein. Der 65 Jährige wurde ebenfalls beim UEFA-Kongress in Paris per Akklamation gewählt. Beckenbauer scheidet nach vier Jahren in der FIFA-Regierung auf eigenen Wunsch aus.
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Quelle: dpa
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