25.01.2011, 16:14 Uhr | t-online.de, sid
Pascal Hens ist der Frust über die schwache Leistung anzusehen. (Foto: dpa)
Beim DHB-Team ist die Luft raus. Nach der Niederlage gegen Ungarn enttäuschte das Team von Bundestrainer Heiner Brand bei der Handball-WM erneut. Gegen Norwegen zeigte die Mannschaft eine noch schwächere Leistung als am Vortag und kassierte eine 25:35-Niederlage. Damit vergab die Nationalmannschaft die letzte Chance auf das Qualifikations-Turnier für die Olympischen Spiele 2012 und kämpft bei der WM lediglich um Platz elf. Noch nie zuvor in der 73-jährigen WM-Geschichte war eine deutsche Mannschaft, die vor vier Jahren noch den Titel im eigenen Land gewonnen hatte, so schlecht platziert.
Entsprechend fiel auch das Fazit des Bundestrainers aus. "Das tut sehr, sehr weh und ist bitter. In der zweiten Halbzeit war kein Aufbäumen da. Da war keiner, der die Mannschaft mitgerissen hat", sagte Brand. "Der Ruf des deutschen Handballs hat in den letzten beiden Spielen gelitten."
Vor 2700 Zuschauern waren Michael Kraus (6/1/HSV Hamburg), Adrian Pfahl (VfL Gummersbach), Lars Kaufmann (FA Göppingen) und Christian Sprenger (alle 4/THW Kiel) die besten Werfer. Die punktlos in die Hauptrunde gestartete DHB-Auswahl hatte gegen Ungarn überraschend mit 25:27 verloren und damit die letzte theoretische Chance auf das Halbfinale verspielt. Mindestens der siebte WM-Platz hätte erreicht werden müssen, um am olympischen Qualifikationsturnier im April 2012 teilnehmen zu können.
Das Ticket für die Sommerspiele könnte die deutsche Mannschaft durch den Gewinn des EM-Titels 2012 lösen. Bei der Europameisterschaft in Serbien im nächsten Jahr werden noch zwei Quotenplätze vergeben. Diese gehen an die beiden bestplatzierten Teams, die noch nicht für eines der Qualifikationsturniere feststehen bzw. sich schon für London 2012 qualifiziert haben.
Experte Kurt Klühspies kann die Einbrüche der deutschen Mannschaft nicht verstehen und warnt vor den starken Norwegern. zum Sportblog
Brand hatte auf die erschütternde Leistung vom Vortag reagiert und ließ Kapitän Pascal Hens und Regisseur Michael Kraus zunächst auf der Ersatzbank schmoren. Die Maßnahme hatte aber nicht den erwünschten Effekt. Wie bei der Blamage gegen Ungarn 22 Stunden zuvor zeigte die deutsche Equipe eine haarsträubende Chancenverwertung und hatte bereits Mitte der ersten Halbzeit elf Fehlversuche fabriziert. Nicht zuletzt, weil der frühere Gummersbacher Keeper Steinar Ege im norwegischen Tor eine starke Leistung zeigte.
Heiner Brand ist nach der Niederlage gegen Ungarn maßlos enttäuscht. zum Video
An der Seitenlinie schüttelte Brand ob der desaströsen und ideenlosen Angriffsleistung seiner Schützlinge immer wieder resignierend den Kopf. Nach 23 Minuten lag der Favorit gegen den EM-Siebten erstmals mit vier Toren zurück (10:14). Nach ihrer Einwechslung fügten sich die bei dieser WM maßlos enttäuschenden Hens und Kraus nahtlos mit Fehlern ein. "Man ist sprachlos, wenn man so eine Leistung einer deutschen Nationalmannschaft sieht. Das darf nicht passieren, jeder muss sich hinterfragen", sagte Kraus, während Lars Kaufmann monierte: "Wir waren im Kopf nicht frei und konnten den Kampf nicht annehmen."
Auch nach dem Wechsel wirkte der Weltmeister von 2007 saft- und kraftlos. Die mit drei Bundesliga-Legionären angetretenen Norweger nutzten die Schwächen gnadenlos aus und führten nach 46 Minuten erstmals mit sieben Treffern (19:26). Danach brachen alle Dämme. Nicht zuletzt Brand wirkt nach den Rückschlägen bei der WM angeschlagen.
Das "Gesicht des deutschen Handballs", wie Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar den Gummersbacher bezeichnet, machte auch in Schweden aus seinem Unmut keinen Hehl. Seit Jahren beklagt Brand die mangelnde Zusammenarbeit mit der Bundesliga und den Klubs. Sogar über einen vorzeitigen Ausstieg aus seinem bis 2013 laufenden Vertrag hat der frühere Weltklassespieler zwischenzeitlich nachgedacht. "Solche Gedanken kommen sicherlich immer mal zwischendurch. Ich setze mich mit meiner Situation schon seit längerem auseinander", hatte Brand im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärt.
Seit 1997 betreut der 58-Jährige die DHB-Auswahl, die laufende Weltmeisterschaft ist sein 17. Großturnier als Bundestrainer. Die bisherige Krönung war der Titelgewinn bei der Heim-WM 2007. Zudem gewann Brand mit seiner Mannschaft EM-Gold 2004, WM-Silber 2003, Olympia-Silber 2004 und EM-Silber 2002.
Quelle: sid , t-online.de
Master 2010 schrieb:
am 25. Januar 2011 um 21:42:46
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Handball
Es ist schon fast unverschämt von den Handballern, den deutschen Fans eine Leistung wie in den letzten 2 Spielen zuzumuten. Die
Herren hatten es nicht mal nötig, dem Trainer zuzuhören, geschweige denn motiviert zu spielen. Beim nächsten deutschen Spiel bleibt der Fernseher aus.
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papst schrieb:
am 25. Januar 2011 um 21:36:59
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Deutsche Ballspieler
Das geschieht euch recht ... mit Handball hatte euch WM_auftritt niczts zu tun....versucht es doch mal mit JoJo..selbst
dafür seit ihr nicht geeignet. Ihr seit eine Schand für den Deutschen Handball. Jede Jugend in der Kreisliga macht dies besser.
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emil schrieb:
am 25. Januar 2011 um 20:59:46
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grundsatzdiskussion
der dfb hat es vorgemacht: nachwuchsförderung heisst die lösung, und nachwuchsförderung hört nicht nach der a-jugend
auf, sondern bezieht die eingliederung in den seniorenbereich mit ein. der dfb und die ligen haben es vorgemacht. vor jahren spielte kaum einer aus der u-21 in der bundesliga, heute sind es so gut wie alle. und wieviele u-21 europameister waren in südafrika dabei? genau so geht es. also an vorbildern fehlt es nicht, liebe toyota-liga.
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