03.09.2011, 08:19 Uhr
Aus Gelsenkirchen berichten Patrick Brandenburg und Markus Polak
Er kam, sah und traf. Gerade einmal vier Minuten war Mario Götze im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich auf dem Feld, als er eine Vorlage von Thomas Müller mit dem rechten Außenrist sehenswert zum 6:2-Endstand im Tor versenkte. Zuvor war bereits Andre Schürrle zehn Minuten nach seiner Einwechslung erfolgreich gewesen und ließ seinem Treffer markige Worte folgen: "Ich wollte zeigen, dass ich da bin und möchte natürlich – so wie jeder andere auch – von Beginn an spielen. Alles Weitere muss der Bundestrainer entscheiden", sagte der 20-Jährige. Eine klare Kampfansage.
Für Joachim Löw ist die derzeitige Leistungsdichte ein wahres Luxusproblem. Der Konkurrenzkampf ist enorm und die jungen Spieler drängen zunehmend in die Startformation. Doch den 51-Jährigen erfreut dieser Umstand: "Unser Kader ist heute qualitativ hochwertiger, wir können mittlerweile viele Spieler adäquat ersetzen. Das ist eine positive Entwicklung." Gerade fußballerisch sieht er seine Mannschaft viel weiter als noch 2008. Längst haben sich seine Spieler in der Weltspitze etabliert.
Dem können die beiden dienstältesten Nationalspieler Miroslav Klose (111 Länderspiele) und Lukas Podolski (91) nur beipflichten. "Das Team hat sich in den letzten Jahren doch deutlich verändert. Die Mannschaft ist jung und dynamisch und es macht einfach Spaß", sagte Podolski. Klose erinnerte in der Mixed Zone die versammelte Journaille, wie man noch vor zehn Jahren vom Torhüter bis zum Stürmer alles in Frage gestellt hatte. Heute sei man von der Nummer eins bis zum letzten Auswechselspieler erstklassig besetzt.
In der Tat rücken sich die Spieler leistungstechnisch immer mehr auf die Pelle. So hat Schürrle den Druck auf Podolski mit seinen Treffern gegen Österreich und Anfang August gegen Brasilien mächtig erhöht, gerade nach den schwankenden Leistungen des Kölners in den bisherigen Bundesliga-Partien. Doch Podolski gibt sich selbstbewusst und wird seinen Platz auf der linken Außenbahn nicht kampflos räumen. "Ich weiß, dass man sich immer wieder neu beweisen muss und die letzten beiden Länderspiele nicht so gut waren, wie man das von mir gewohnt ist. Dass ich mit meiner normalen Form aber ein Teil der Mannschaft bin, habe ich mit meiner guten Leistung heute unter Beweis gestellt", sagte der 26-Jährige.
Auch der Bundestrainer weiß, was er an Podolski hat. "Ich bin absolut zufrieden mit seiner Leistung heute. Er war viel ohne Ball unterwegs und ist viel aus der Tiefe gekommen. Das ist seine Stärke", sagte Löw.
Lobende Worte fand er zudem für Jungstar Götze, der sich seinen festen Platz im Kader erarbeitet habe. Auf die Frage, ob Mesut Özil und Götze demnächst auch mal gemeinsam von Beginn an auf dem Platz stehen werden, antwortete Löw mit einem verschmitzten Lächeln. "Vielleicht wird es das in Zukunft auch mal geben." Vielleicht ja schon am Dienstag im Testspiel gegen EM-Gastgeber Polen in Danzig.
Nachdem sich die deutsche Nationalmannschaft nun frühzeitig qualifiziert hat, steht auch der endgültige Terminplan der DFB-Auswahl für dieses Jahr. Am 15. November misst sich der WM-Dritte in Hamburg mit dem Weltranglistenersten Niederlande, vier Tage zuvor bestreitet die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw einen Test bei EM-Gastgeber Ukraine. Im Falle einer Play-off-Teilnahme Deutschlands hätten die beiden Spiele ausfallen müssen.
Uli Hoeneß hat Ballack schon vor der Weltmeisterschaft 2010 zum Aufhören geraten. zum Video
Quelle: t-online.de
Lutz schrieb:
am 4. September 2011 um 16:54:16
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@willi
wenn du den Alibi-Passer und Spielverzögerer Schweinsteiger (9 Fehlpässe in den ersten 10 Minuten) und den das verteidigen
vergessenden Lahm (alle Gegentore der NM in der letzten Zeit kamen über seine Seite) noch rausnimmst, dann stimme ich dir 100%-ig zu!
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schroederfreund schrieb:
am 4. September 2011 um 16:28:57
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Podolski
Über Löws Wertschätzung der Leistung Podolskis lachen die Hühner; der Mann hätte längst von Schürrle abgelöst werden
müssen. das Alibi-Tor gegen Oesterreich ist nur dem 5.Liga-Torwart der Ösis zu verdanken.
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Kalle schrieb:
am 4. September 2011 um 15:51:24
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Freude
Unzufrieden mit Löw und der Nationalmannschaft? Weil Österreich nicht zweistellig geschlagen wurde, oder was? Da wird gegen
Bayernspieler gemobt, aber vor allem die polemische Kritik an Löw ist völlig ungerechtfertigt. Denkt an die früheren Nationaltrainer, wie Völler, der nur auf alte, arrivierte Spieler zurückgriff und unsachlich rumschrie, wenn man das Horrorgekicke seiner Truppe zu kritisierten wagte. Habt die Nörgler das vergessen?
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