06.02.2012, 10:00 Uhr
Nowitzki hechelt mit den Dallas Mavericks derzeit in der NBA nur hinterher. (Quelle: Reuters)
Dirk Nowitzki kommt besser in Fahrt, seine Dallas Mavericks sind in der NBA hingegen komplett außer Tritt geraten. Trotz seiner 24 Punkte und acht Rebounds konnte der Deutsche Superstar das bittere 88:91 bei den Cleveland Cavaliers nicht verhindern. Der Titelverteidiger kassierte die dritte Niederlage innerhalb von vier Tagen und rutschte auf den achten und letzten Play-off-Platz in der Western Conference.
"Die haben uns voll erwischt und ihre ganze Motivation gegen uns ausgespielt", sagte Nowitzki ernüchtert und konnte sich auch über den nächsten Meilenstein seiner Karriere nicht recht freuen. Mit nun 23.154 Punkten verdrängte er Elgin Baylor (23.149) von Rang 22 im ewigen NBA-Ranking.
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Am Freitag hatte Dallas trotz 30 Punkten von Nowitzki mit 87:98 zu Hause gegen die Indiana Pacers verloren. Ihren Auswärtstrip setzten die Mavericks bei den Denver Nuggets und den Minnesota Timberwolves fort. "Es ist fatal, besonders weil wir bis Denver einige freie Tage haben", sagte Nowitzki. "Die Niederlagen werden länger in den Köpfen hängen bleiben."
Die andauernde Erfolgslosigkeit nagt am Selbstvertrauen des Meisters. Zuletzt war Klub-Besitzer Mark Cuban in einem Spiel zu einer Geldstrafe von 75.000 Dollar verdonnert worden, weil er die Schiedsrichter kritisiert hatte. Dazu macht der Reisestress den Mavericks offenbar mehr zu schaffen, als es ihnen lieb ist. "Das war und ist sicher keine ideale Ansetzung für uns, aber das ist keine Entschuldigung. Alle Teams müssen in dieser Saison damit klarkommen", sagte Nowitzkis Kollege Shawn Marion.
Zumindest läuft es bei Nowitzki allmählich wieder rund. "Dirk bewegt sich jeden Tag besser. Es war gut anzusehen, weil er alles gegeben hat. Er war sehr aktiv. Sehr positiv", lobte Mavs-Trainer Rick Carlisle nach dem Cleveland-Spiel. Der Coach hatte Nowitzki im Januar wegen anhaltender Knieprobleme Extra-Training und vier Spiele Pause verordnet. "Ich habe endlich einen guten Rhythmus gefunden. Die Kraft kommt in meine Beine zurück", ergänzte der Würzburger.
Nowitzkis gute Leistung kam wohl gerade rechtzeitig. Denn nach insgesamt nur 28 Punkten in den drei Spielen seit seiner Rückkehr hatten die ersten Experten bereits den Abgesang auf den wertvollsten Spieler (MVP) der vergangenen Finalserie angestimmt. "Dirk wird alt, die Zeit holt ihn ein", sagte NBA-Legende Charles Barkley in einem ESPN-Interview. Im Vergleich zum Rest des Teams ließ "Sir Charles" bei Nowitzki allerdings noch Gnade walten. "Zu alt und zu langsam" sei die Meistermannschaft, nörgelte Barkley und prophezeite: "Die Mavericks werden den Titel nicht gewinnen, es ist vorbei."
Quelle: sid , dpa
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