22.09.2010, 08:59 Uhr | sid
Vor ein paar Wochen war er nur gut bezahlter Zuschauer bei Mercedes, dann kurzfristig Chef-Tester für die künftigen Pirelli-Reifen, und am kommenden Sonntag sitzt er beim Großen Preis von Singapur (ab 13.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) plötzlich im Sauber-Ferrari: Nick Heidfeld hat im Rekordtempo die Jobs gewechselt und seinem Spitznamen "Quick Nick" damit alle Ehre gemacht.
Vor dem Abflug nach Singapur erklärte der 33-Jährige im Interview, wie es zu dieser überraschenden Entwicklung kam.
Frage: Sie wollten sich durch die Testfahrten für Pirelli für eine Rückkehr in die Formel 1 empfehlen. Sind Sie selbst überrascht, dass Sie schon so schnell wieder in ein Stammcockpit zurückkehren? Wie kam es zu dieser plötzlichen Entwicklung?
Heidfeld: Für mich ist die Rückkehr in ein Renncockpit nicht so plötzlich gekommen, wie es von außen wirken mag, denn es gab die ganze Zeit über Gespräche mit verschiedenen Teams und auch mit Peter Sauber. Aber kurzfristig war es natürlich schon, denn die endgültige Entscheidung fiel am Monza-Wochenende, und seitdem gibt es entsprechend viel zu tun. Ich war noch zwei Tage zum Test für Pirelli in Jerez, und in der Fabrik in Hinwil war ich zur Sitzprobe, zu Besprechungen und anderen Terminen. Ich bin sehr glücklich, dass ich noch in der laufenden Saison zurückgeholt wurde. Ich kann es kaum noch erwarten, wieder Rennen zu fahren.
Was hat Ihnen persönlich die Arbeit mit Pirelli gebracht? Vielleicht auch für das kommende Jahr? Und was die Zeit als Ersatzfahrer bei Mercedes?
Mercedes bin ich sehr dankbar, dass ich diese Rolle einnehmen durfte. Ich habe dabei auch einiges gelernt, denn es ist natürlich interessant, mit mehrmaligen Weltmeistern wie Michael Schumacher und Ross Brawn zu arbeiten. Aber ich konnte nicht fahren. Für Pirelli hingegen bin ich viel gefahren, und gerade der Test in Jerez, wo es 37 Grad heiß war, war eine gute Vorbereitung für Singapur. Als Testpilot an der Entwicklung komplett neuer Reifen für die ganze Formel 1 mitzuarbeiten, ist hochinteressant. Ich denke, es ist auch wichtig, dass so eine Aufgabe ein erfahrener Mann übernimmt. Einige Formel-1-Teamchefs fanden es sehr positiv, dass ich es war. Man interessiert sich für diese Erfahrung, und ich denke schon, dass mir das bei Verhandlungen für 2011 helfen wird.
Sie werden bereits zum dritten Mal für Sauber fahren. Könnte man sagen, dieses Team ist so etwas wie Ihre Formel-1-Familie?
Ja, diese Vertrautheit ist schon etwas Besonderes, das ist wie nach Hause kommen. Es gibt viele gute gemeinsame Erinnerungen aus sieben Jahren Zusammenarbeit. Es war sehr schön, wieder in die Fabrik in Hinwil zu gehen und mit den Ingenieuren zu arbeiten. Jetzt freue ich mich auf unseren Einsatz in Singapur.
Werden Sie auch 2011 für Sauber fahren oder gibt es noch andere Interessenten?
Für das nächste Jahr ist auf beiden Seiten noch alles offen, und es gibt noch andere Interessenten.
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Was nehmen Sie sich für die noch ausstehenden fünf Rennen dieser Saison vor?
Erst einmal werde ich mich in die Arbeit stürzen, um mich so schnell wie möglich in alles einzufinden. Ich kenne zwar die meisten Teammitglieder gut, aber das Auto ist für mich neu, und mit den aktuellen Reifen habe ich auch noch keine Erfahrung. Das Team hat den C29 nach dem überraschend schlechten Start in die Saison erheblich weiterentwickelt, und für das Rennen in Singapur haben wir ein Update. Mein Ziel ist ganz klar, damit das Bestmögliche zu erreichen, und das gilt auch für die weiteren Rennen.
Für bessere Aerodynamik testen die Ingenieure der Formel 1 im Windkanal - mit einem Modell. zum Video
Quelle: sid
Stefan schrieb:
am 25. September 2010 um 15:03:04
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@Paule Hansen
M. Schumacher hat seinen 1. WM-Titel in einem Benetton geholt dessen ZETEC-Motor nur 8 statt 10-Zylinder wie die Spitzenautos
und deshalb gut 50 PS weniger hatte. Er hat sich mittlerweile auch menschlich so entwickelt dass er die Schuld nicht immer aufs Auto schiebt. Meckern wir nicht nur sondern freuen uns, zur Zeit 7 Deutsche in der F 1 zu haben. Und wenn du jetzt sagst, Schumi ist Schweizer und Steuerflüchtling dann zeig mir den deutschen F-1-Fahrer der seinen Hauptwohnsitz in Deutschland hat
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Stefan schrieb:
am 25. September 2010 um 14:49:25
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@Gerhard
Ralf Schumacher hat in der F 1 bei 180 Rennen 329 Punkte geholt, stand 27 mal auf dem Podium, davon 6 mal ganz oben. Nick Heidfeld
holte bei 167 Rennen 219 Punkte, stand 12 mal auf dem Podium. Mach es besser!
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claudia schrieb:
am 24. September 2010 um 12:15:45
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nannes huerth
sie sterben nie aus, diejenigen, die meinen ,wenn man nicht für etwas oder für einen bestimmten ist, wäre man neidisch auf
den. für viele, auch für mich, ist heidfeld ein spätpbertierender bubi, der sicher ein guter fahrer ist, aber kein konkurrenzfähiger um wirklich gute plätze. das kann man doch äußern. mit dem neidargument kommen immer die, deren meinung man nicht teilt. erbärmlich. zurück zu heidfeld. wünsche ihm dennoch alles gute und freue mich auch für ihn.
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